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Eilenburg Garagengelände in der Fischeraue in Eilenburg ist total vermüllt
Region Eilenburg Garagengelände in der Fischeraue in Eilenburg ist total vermüllt
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09:00 11.03.2017
Müll quillt aus einer der Garagen in der Fischeraue. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

Die Vermüllung in Garagen in der Eilenburger Fischeraue ist in der Kritik. Beim Gang durch die Abschnitte zeigen sich die Bauten in unterschiedlichem Zustand zwischen liebevoll gepflegt und verfallen. Viele Tore stehen offen, aus manchem quillt der Müll regelrecht heraus.

Thomas Bennecke räumt gerade auf. Er möchte seine Garage nicht missen. „Ich habe sie aufgebaut, damals 1985“, erklärt der 57-Jährige. „Damals waren die alle voll.“ Auch wenn er sein Auto nicht mehr hier unterstellt, als Lager will er die Garage nicht missen. Aber auch er ärgert sich über einen Zeitgenossen, der offenbar regelmäßig nebenan Gartenabfall ablegt. Einige Zeilen weiter bessert Daniel Krille mit Hilfe seines Kumpels Christian Gramann ein Dach aus. Freundinnen, Kind und Hund sind dabei. Hier wird Freizeit mit Schrauberei verbracht. „Seit vorigen Sommer haben wir die Garage. Das ist besser, als nur zu Hause zu sitzen“, erklären die jungen Männer. „Es müsste an vielen etwas gemacht werden“, haben sie beobachtet. „Andere sind top in Ordnung, stehen trotzdem leer. Und wenn man bei der Stadt fragt, ist nichts frei.“

Abriss des Nordteils

Derzeit stehen auf dem Gelände 973 Garagen. 387 gehören Privatleuten und 586 der Stadt. Davon sind noch 151 vermietet, teilt die Stadtverwaltung auf LVZ-Nachfrage mit. „Momentan besteht eine recht hohe Nachfrage.“ Deshalb werde im südlichen Teil, also bei Blickrichtung vom Fischerweg Richtung Mühlgraben rechts, seit 2013 in Instandsetzung investiert, um diese anbieten zu können. Welche Objekte ausgewählt werden, richte sich nach dem Aufwand. Der nördliche Teil werde jedoch bewusst nicht neu vermietet. Dort gibt es auch keine Reparaturen mehr. 200 Garagen sind bereits abgebrochen. Der Flächennutzungsplan der Stadt weist das Areal als künftige Grünfläche aus. Der Garagenkomplex soll langfristig betrachtet abgebrochen werden. Das aber soll in Einzelschritten je nach finanziellen Möglichkeiten passieren „und für alle Vertragspartner so behutsam wie möglich“. Das soll nicht mehr zwingend reihenweise passieren. Auch Teilabbrüche leer stehender Garagen innerhalb der Reihen von außen zum Hauptweg hin seien angestrebt. Dort werden nur dringliche Grünschnitt- und Ausbesserungsarbeiten vorgenommen. Dort finden sich aber auch die meisten Mülllager in Garagen, die oft keine verschließbaren Tore mehr haben. „Um diese zu beräumen und zu sichern, wäre ein sehr hoher Aufwand nötig und künftig erneute Ablagerungen dennoch kaum zu verhindern“, wird seitens der Verwaltung erklärt. Letztlich werde durch den Abriss einerseits und Vermietung andererseits versucht, das Problem der Garagen-Müllhalden zu lösen.

Von Heike Liesaus

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