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Gartenlokale ohne Inneneinrichtung?

Gartenlokale ohne Inneneinrichtung?

Kann der Sommerausklang bereits in den Gartenlokalen Amsel und Drossel der Eilenburger Anlagen Sewastopol und Groitzscher Aue genossen werden? Baulich sollte der rechtzeitige Abschluss der Hochwassersanierungen kein Problem sein.

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Dieter Wend (links) und Rico Schröder arbeiten gestern an der Elektroinstallation im Gartenlokal Drossel.

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg. Baukoordinator Michael Götzke, der auch Vorsitzender des Verbandes der Kleingartenfreunde Eilenburg und Umgebung ist, hat das Ziel im Blick: "Amsel Anfang September und Drossel gegen Ende September. Aber weder ich, noch die Gartenvereine machen Druck. Die Trockenzeiten müssen eingehalten werden. Da soll es lieber etwas langsamer vorangehen. Es soll hinterher keinen Ärger wegen Feuchtigkeit geben." Allerdings kann das Projekt Wiedereröffnung scheitern, denn es gibt einen dicken Haken: Die Sächsische Aufbaubank hat die Mittel für die Innenausstattung herausgestrichen. Jeweils 20 000 bis 30 000 Euro pro Objekt, die seitens des Staatsministeriums zugesagt worden waren, fehlen damit, erklärt der Koordinator. Heißt, es gibt keine Stühle, keine Tische und auch keine Küchenausstattung, weder Herd noch Kühlschrank. "Dann hätte man sich im Prinzip auch das ganze Geld sparen können", sagt Götzke bitter. Die Wirtschaftsförderung des Landratsamtes habe sich einsetzen wollen, aber bisher ohne Ergebnis. "Das läuft nun schon seit drei Monaten."

In den beiden Gebäuden gehen die Arbeiten indessen weiter. Günstigerweise haben jeweils dieselben Firmen die Ausschreibungen für gleichen Tätigkeiten gewonnen, so dass diese immer in der Amsel anfangen und dann in die Drossel nachrücken können.

Im Lokal Amsel, Kleingartenanlage Sewastopol, sind inzwischen die Wände glatt verputzt. Statt mehrerer Schwellen gibt es nun einen durchgehenden Betonfußboden im Gastraum. Darauf soll dieser Tage Gussasphalt kommen. Der Vorteil dieser Estrich-Ausführung: Sie saugt sich bei Hochwasser nicht voll. Und in diesem Fall gibt es keine Trockenzeit. Wenn der Belag erkaltet ist, können in der kommenden Woche sofort die Fliesenleger loslegen. Dass der Asphalt mit einer Temperatur von 100 Grad Celsius eingebracht wird, sorgt sogar noch für einen zusätzlichen Trocknungsschub im Gebäude. Immerhin sei sogar noch bei den Fenstern, die ausgebaut worden, Flutwasser aus den Kunststoffrahmen geflossen.

In der Drossel ist jetzt der Elektriker dabei, die Grundinstallation durchzuführen. Dann können auch dort Ende dieser oder Anfang nächster Woche die Putzer rein.

Die Sanierungen erfolgen so, dass Überflutungen nicht mehr so großen Schaden anrichten können. Dem dient nicht allein Fußbodenaufbau mit Gussasphalt-Estrich mit dem Fliesenbelag. An die Mauern kommt Sanierputz. Selbst die Türrahmen sind jetzt nur als Eckzargen ausgeführt, hinter denen sich das Wasser nicht mehr sammeln kann. Trockenbauwände sind entfernt und durch Mauerwerk ersetzt worden. Es wird zudem eine neuartige Flächenheizung an den Decken montiert, die mit Infrarotstrahlung arbeitet. Generell kommen die Elektro-Installationen nun über die Hochwasserlinie, Steckdosen und Schalter sind alle 1,80 Meter hoch über dem Fußboden angebracht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.07.2014
Liesaus, Heike

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