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Geheimnis um Betreiberin der neuen „Heinzelberge“ in Eilenburg

Pachtvertrag unterschrieben Geheimnis um Betreiberin der neuen „Heinzelberge“ in Eilenburg

Der Vertrag mit der Pächterin der neuen „Heinzelberge“ auf dem Eilenburger Burgberg ist jetzt unterschrieben. Die Pension, zu der das alte Gefängnis in den vergangenen Monaten umgebaut wurde, soll im Frühjahr in Betrieb gehen.

Das alte Gefängnis auf dem Burgberg ist in den vergangenen Monaten zur „Heinzelberge“ geworden.

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg. Der Vertrag mit der Pächterin der „Heinzelberge“, jener Pension, zu der das alte Gefängnis auf dem Burgberg in Eilenburg mittlerweile umgebaut wurde, ist jetzt unterschrieben. Anfang des neuen Jahres werde die Betreiberin, die noch anonym bleiben will, mit ihrem Vorhaben an die Öffentlichkeit gehen. Sie steht noch in einem Arbeitsverhältnis. Das soll auch so bleiben. „Sie will das Objekt im Nebenerwerb mit ihrem Partner betreiben“, berichtet Heiko Leihe, Leiter des Oberbürgermeisterbereichs im Rathaus. Drei Bewerber hatte es gegeben. Zwei hatten sich schließlich im Stadtrat vorgestellt. Die Entscheidung für die Herbergs-Wirtin sei gefallen, weil sie eine entsprechende Qualifikation mitbringe. Das heißt: „Sie ist nicht allein gastgewerblich, sondern auch in Sachen Hotellerie bewandert, kann auch eine Vorreiterrolle übernehmen“, schildert Leihe seine Eindrücke.

Die Ausstattung für die Pension an der markanten Stelle ist bereits bestellt. Bis Ende März soll die Lieferung erfolgen und das Objekt eingerichtet sein. Die Empfangstheke muss extra angefertigt werden. Was noch fehlt, kann jetzt mit der Betreiberin besprochen werden.

„Die Pension auf diese Art zu verpachten, war eine bewusste Entscheidung“, erläutert Leihe. Auf diese Weise konnte sich auch jemand, der über nicht so hohe Eigenmittel verfügt, bewerben. Für den Betreiber entsteht zudem kein so hohes finanzielles Risiko, denn er muss ansonsten immer im Blick haben, dass er auf Gedeih und Verderb bleibt, bis sich die eigenen Investitionen amortisieren. Die Ausstattung von Seiten der Stadt zu stellen, bedeute höhere Flexibilität. Der Vertrag ist zwar unbefristet, hat aber eine relativ kurze Kündigungsfrist. Das könne für beide Seiten von Vorteil sein, so Leihe. Des Weiteren konnte die Stadt auf diese Weise auf die Wertigkeit der Ausstattung Einfluss nehmen und dafür sorgen, dass sie nicht etwa bei einem niedrigpreisigen schwedischen Möbelhaus beschafft werden muss, weil ein Pächter sich eventuell nur das leisten kann. „Das ist eine Voraussetzung, um dem angestrebten Preisniveau zu entsprechen“, verdeutlicht Leihe, der auch verantwortlich für den Bereich Wirtschaftsförderung bei der Stadt ist. Die „Heinzelberge“ soll ein höherpreisiges Segment vertreten, dass bisher noch nicht ausreichend vorgehalten wird. Die Pächterin vertrete dieses Konzept ebenfalls.

Bereits 2008/09 war das historische, stadtbildbestimmende Gebäude gesichert worden. Bei der gewählten Ausbau-Variante sind im Dachgeschoss vier relativ gleichwertige, komfortable Doppelzimmer mit späterer Aufstockungsmöglichkeit im Spitzboden sowie ein Einzelzimmer entstanden. Im Erdgeschoss befinden sich ein behindertengerechtes Zimmer, der Frühstücksraum und das Büro des Burgvereins.

Mit dem Namen der Herberge wird sanft an die Heinzelmännchen-Sage erinnert, mit der sich Eilenburg stärker profilieren will. Er wurde von einer Arbeitsgruppe ausgewählt. Es soll auch eine Kunstinstallation im Außenbereich geben, die in den nächsten Monaten fertiggestellt wird.

Von Heike Liesaus

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