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Geheimnisse der Nikolaikirche für den Unterricht

Geheimnisse der Nikolaikirche für den Unterricht

Die Eilenburger Nikolaikirche hat viel erlebt. So können ihre Mauern Geschichten erzählen von der Stadt und ihren Bewohnern, von ihrem Glauben, ihren Hoffnungen, von richtigen und falschen Entscheidungen.

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Yvonne Henselin will die Nikolaikirche gern mehr für Schul-Projekte genutzt sehen und bietet sich als Kontaktperson an.

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg. Die betagten Gemäuer zeigen, wie sich die Baukunst entwickelte, verkörpern aber auch die Zerstörung während des zweiten Weltkriegs. - "Es gibt jede Menge Geheimnisse in der Nikolaikirche zu entdecken", sagt Yvonne Henselin. Sie ist seit einigen Monaten Leiterin der Kinder- und Jugendarche am Nikolaiplatz. Durch deren Fenster sind die rötlichen Backsteinmauern gegenüber immer präsent. Henselin will gern die Potenziale dieses Ortes nutzen und die Schulen in die Kirche holen. "Egal, ob Geschichte, Ethik oder Kunst - wir sind für alles offen", erklärt sie. "Wir" - damit meint sie auch Ernst Gottlebe. Er erlebte als Zehnjähriger, wie die Kirche St. Nikolai in Schutt und Asche fiel. Und der ehemalige Kraftwerksingenieur wiederum hat, wie berichtet, den Wiederaufbau als jahrelanger Bauverantwortlicher und als Kassenwart der Gemeinde nach der deutschen Wiedervereinigung maßgeblich mit vorangebracht.

Viel Kraft und auch Geld war bereits nach dem Krieg von den Eilenburgern in die Stadtkirche investiert worden, doch 1994 gründete sich der Förderverein Nikolaikirche Eilenburg, nahm die Rekonstruktion an Fahrt auf. So konnte 1997 der Turm seine barocke Turmhaube zurückerhalten. Bis dahin hatte ein zeltförmiges Dach das Bauwerk bekrönt. Und 2006 zeigte sich die Kirche äußerlich erstmals wieder so wie vor dem Beschuss am 22. April 1945. Im Inneren wartet nun noch das Gewölbe im Kirchenschiff auf die Rekonstruktion. Dabei erhielt die Nikolaikirche ihre heutige Grundform bereits im Jahr 1444. Die spätgotische dreischiffige Hallenkirche aus rotem Backsteingemäuer wurde wiederum auf den Grundmauern des romanischen Vorgängers errichtet. Gottlebe, der auf 78 Lebensjahre zurückblickt, weiß um die Einflüsse, die von hier ausgingen und die hier ihren Niederschlag fanden. Unter anderem war die Kirche Wirkungsstätte von Martin Rinckart. Seine Lieder werden weltweit gesungen.

Es ergeben sich also viele Themen für Unterrichts-Projekte. Erste Kontakte konnte Yvonne Henselin bereits mit der Wanderausstellung "Von Jesus bis heute in vier Minuten", die Anfang November für einige Tage Station in Eilenburg machte, knüpfen. Interessenten können mit ihr im neuen Jahr Verbindung treten. Sie ist dann wieder in der Arche, Nikolaiplatz 3, Telefon 03423/604033, E-Mail kiju-arche@gmx.de, erreichbar.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.12.2013
lis

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