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Geldsegen für Krippehna: Bund gibt 86 000 Euro für Orgel-Restaurierung

Förderung Geldsegen für Krippehna: Bund gibt 86 000 Euro für Orgel-Restaurierung

Der Bund wird die Sanierung der Orgel in der Kirche in Krippehna mit 86 500 Euro fördern. Nach Angaben des nordsächsischen Bundestagsabgeordneten Marian Wendt (CDU) hat der Haushaltsauschuss des Bundestages die Mittel im Rahmen des Orgelsanierungsprogramms aus dem Etat der Beauftragten für Kultur und Medien freigegeben.

Norbert Britze (links) und sein Stellvertreter Wolfgang Engel vor der zu restaurierenden Hähnel-Orgel in der Krippehnaer Dorfkirche.

Quelle: Steffen Brost

Krippehna. Gute Nachrichten ereilte dieser Tage Norbert Britze. Der Bad Dübener ist Vorsitzender des Fördervereins der Krippehnaer Kirche. Seit vielen Jahren kümmert sich der 46-Jährige um die Sanierung des Gotteshauses und der darin befindlichen Hähnel-Orgel. Jetzt kam die Information, dass der Bund die Sanierung der Orgel in der Kirche in Krippehna mit 86 500 Euro fördern wird.

Historisches Kulturgut

Nach Angaben des nordsächsischen Bundestagsabgeordneten Marian Wendt (CDU) hat der zuständige Haushaltsauschuss des Deutschen Bundestages die Mittel im Rahmen des bundesweiten Orgelsanierungsprogramms aus dem Etat der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien freigegeben. Wendt, der für die positive Entscheidung offensiv auf Bundesebene geworben hatte, begrüßt den Beschluss: „Über die Anerkennung der überregionalen Bedeutung der Kirchenorgel in Krippehna und ihres Wertes als besonderes historisches Kulturgut in unserem Landkreis bin ich sehr erfreut.“ Er bekräftigte zudem seine Bereitschaft, auf eine Neuauflage des Orgelsanierungsprogramms hinzuarbeiten, damit auch andere Orgeln in Nordsachsen saniert werden können.

Sanierung viel teurer

Doch die bereitgestellten Fördermittel sind nur ein Teil der Kosten für die dringend notwendige Restauration. Denn die schlägt laut Britze mit rund 250 000 Euro zu Buche, weil die äußerst anspruchsvollen Arbeiten zum allergrößten Teil von Hand und meist in Einzelanfertigungen ausgeführt werden müssen. Deswegen reichen die bislang bereitgestellten Gelder wie Eigenmittel der Gemeinde, Zuschüsse von der Landeskirche, Kirchenkreis sowie der Denkmalpflege nicht aus. Die Verantwortlichen haben deshalb weitere Stiftungen angeschrieben, um das fehlende Kapital aufzutreiben. „Der schlechte Zustand der Krippehnaer Orgel darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei dem Instrument um ein äußerst wertvolles handelt. Es enthält ungewöhnlich viel originale Substanz, die restaurationsfähig sind. Unser Ziel ist es, die Hähnel-Orgel wieder in den Originalzustand von 1771 zu versetzen“, so Britze.

Förderverein sammelt Spenden

Hintergrund ist, dass die Orgel seit etwa sechs Jahren gar nicht mehr bespielbar ist. Seit vier Jahren sammelt der Förderverein Spenden von privaten Geldgebern und Sponsoren. Außerdem wurden zahlreiche Fördermittel beantragt. Allerdings ist weiteres Geld dringend notwendig, weil noch nicht alle Förderanträge positiv beschieden sind.

Die Restauration der Orgel hat bereits 2015 begonnen. In einem ersten Bauabschnitt wurde das Instrument durch die Dresdner Orgelbaufirma Wegscheider komplett demontiert, um alle Schäden zu erfassen. Gleichzeitig wurde die Balganlage erneuert. In einem zweiten Bauabschnitt, der im kommenden Jahr beginnen soll, ist die komplette Fertigstellung geplant. Es kommen neue Pfeifen rein und ein neuer Spieltisch wird eingebaut. Zum Schluss soll das Gehäuse noch überarbeitet werden. „Wir hoffen auf Fertigstellung Ende nächsten Jahres“, so Britze.

Nach der Restauration soll die Orgel zu Gottesdiensten und zu Konzerten erklingen. Auch die Einbindung in die Orgelstraße Leipziger Land und der Kirche in die Mitteldeutsche Kirchenstraße ist geplant. Bis es soweit ist, müssen Britze und sein Team mit elektrischen Orgeln arbeiten, die auch beim bevorstehenden Weihnachtsfest und dem Krippenspiel eingesetzt werden.

Von Steffen Brost

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