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Eilenburg Gelsenwasser Gesellschaft steigt bei den Stadtwerken Eilenburg ein
Region Eilenburg Gelsenwasser Gesellschaft steigt bei den Stadtwerken Eilenburg ein
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13:01 18.07.2017
Blick auf das Gasometer der Stadtwerke Eilenburg am Sitz Sydowstraße, das inzwischen saniert ist. Quelle: Karin Rieck
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Eilenburg

Bei den Stadtwerken Eilenburg gibt es einen Gesellschafterwechsel. Am Montag wurden die 30 Mitarbeiter des in der Sydowstraße ansässigen Unternehmens darüber informiert. Am Dienstag verkündeten dies Eilenburgs Bürgermeister Ralf Scheler (parteilos) und Geschäftsführerin Maike Trulson-Schult offiziell.

Rückwirkend zum 1. Januar steigt die Gelsenwasser Stadtwerkedienstleistungs Gesellschaft mit 35 Prozent bei den Stadtwerken ein. Eilenburg behält 51 Prozent, die Stadtwerke selbst sind künftig mit 14 Prozent beteiligt. „Mit dieser Lösung“, so Scheler, „kann die Stadt gut leben.“ Da mit den Stadtwerksanteilen weder ein Ausschüttungs- noch ein Stimmrecht verbunden ist, bekommt die Stadt damit künftig eine höhere Ausschüttung, ohne für die Anteile bezahlen zu müssen. Die Stadträte hatten sich im Vorfeld in geschlossener Sitzung ebenfalls für diese Lösung ausgesprochen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Kartellamt muss noch zustimmen

Bereits am 14. Juni war die neue Gesellschafterlösung notariell beurkundet worden. Allerdings vorbehaltlich einer Zustimmung des Wemag-Aufsichtsrates und des Bundeskartellamtes. „Am Freitag hat der Aufsichtsrat der Wemag den Verkauf abgenickt“, so Scheler. Die Zustimmung des Bundeskartellamtes steht noch immer aus, gilt aber als sicher.

Die in Schwerin ansässige Wemag AG, bisher 49-Prozent-Eigentümer, hatte bereits vor einem Jahr angekündigt, dass sie ihre Anteile abgeben möchte, erklärte Trulson-Schult.

Neuer Partner hat Stadtwerke-Netzwerk

Bei den Eilenburger Stadtwerken, die mit Strom, Gas und Wärme einen Jahresumsatz von 14 Millionen Euro machen und im vergangenen Jahr 750 000 Euro Gewinn erzielten, sei so ein Gesellschafterwechsel schon etwas, dem man „mit reichlich Respekt und Vorsicht“ begegne. „Mit den Gelsenkirchener Unternehmen haben wir aber einen Partner gefunden, der zu den Stadtwerken und zur Stadt passt“, blickt die Geschäftsführerin optimistisch in die Zukunft. Das Unternehmen sei bereits gut in der Region vernetzt. So engagiere es sich beispielsweise bereits bei den Delitzscher Stadtwerken, aber auch in Zeitz und Bitterfeld.

Für Kunden ändert sich nichts

Den größten Vorteil sieht Stadtwerke-Chefin Trulson-Schult darin, dass die Gelsenkirchener über eine Art Stadtwerke-Netzwerk verfügen. Damit können die Eilenburger beispielsweise bei neuen gesetzlichen Regelungen von unternehmensübergreifenden Schulungen profitieren. Auch bei einer geplanten größeren Erschließung im Gewerbebereich bauen die Eilenburger bereits auf den juristischen Rat aus Gelsenkirchen. Für die 10 000 Strom-, 2000 Gaskunden sowie die Wärmekunden, zu denen die Großvermieter der Stadt, Gewerbebetriebe und wenige Einzelkunden gehören, ändert sich nichts.

Von Ilka Fischer

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