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Eilenburg Geplante Naturschutzflächen bei Wöllnau und Görschlitz weiter in der Kritik
Region Eilenburg Geplante Naturschutzflächen bei Wöllnau und Görschlitz weiter in der Kritik
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12:10 01.09.2016
Der Schwarzbach ist in niederschlagsreichen Zeiten im Raum Doberschütz schon jetzt immer mal wieder als Vorfluter überfordert. Quelle: privat
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Doberschütz/Laußig

Im Verfahren für das neue Naturschutzprojekt Schwarzbachniederung wird möglicherweise vonseiten der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt zurück gerudert werden. Bekanntlich hatte es nach den ersten Offenlegungen 400 Einsprüche, vor allem von Bewohnern der davon betroffenen Orte Wöllnau und Battaune in der Gemeinde Doberschütz sowie Görschlitz in der Nachbargemeinde Laußig, darunter auch vonseiten der örtlichen Verwaltungen gegeben. Letztere aktivierten außerdem rechtlichen und fachlichen Beistand. In den Bürgerfragestunden der Ratsversammlungen wird nach wie vor nach dem Stand der Dinge gefragt.

Anfragen im Rat Laußig

So jüngst in Laußig, wo Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) vermutete, dass es wahrscheinlich ein neues Auslegungsverfahren geben könnte. „Anders geht es diesbezüglich auch nicht vorwärts“, ergänzte auf Anfrage sein Doberschützer Amtskollege Roland Märtz (CDU). Nach seinem Kenntnisstand habe das Landratsamt nach der Offenlegung ein hydrologisches Gutachten in Auftrag gegeben, das Flächenvernässungen nachweisen soll. „Daraus könnte sich ergeben, was notwendig, und nicht, was wünschenswert ist“, so Märtz. Auch er sieht eine zweite Offenlegungsrunde mit entsprechender Bürgerbeteiligung kommen. Und vermutet, dass das – wegen der Zeit, die ein solches Gutachten benötigt – nicht vor Anfang nächsten Jahres passieren könnte. Schon bei den ersten Informationen, die in den Gemeindeämtern 2015 eintrafen, sei angekündigt worden, dass die Gemeinden dagegen juristisch vorgehen würden. In der Kreisverwaltung habe es ebenfalls vonseiten der Unteren Wasserbehörde Gegenwind gegeben. Schadenersatzforderungen von Betroffenen in Größenordnungen könnten ebenfalls nicht gewollt sein. Lothar Schneider, so Märtz, könnte in der nächsten Zusammenkunft des Umwelt- und Technikausschusses des Kreistages im Spätherbst den Verfahrensstand abfragen. Auch das Umweltamt wies zuletzt darauf hin, dass die Bearbeitung der rund 400 Einwendungen Zeit braucht und eine zweite Runde des sogenannten Festsetzungsverfahrens, das im Oktober 2015 angeschoben wurde, notwendig sei.

Behörde schießt über Ziel hinaus

Damit soll das Großprojekt Presseler Heidewald- und Moorgebiet, mit Millionen Bundesmitteln gefördert, naturschutzrechtlich gesichert werden. Dabei sei die Untere Naturschutzbehörde über das Ziel hinaus geschossen, so die beiden Gemeinden unisono. Zum Kerngebiet kamen rund 1600 Hektar dazu, was Bewohner auf die Barrikaden brachte. Kritik gab es unter anderem an Einschränkungen für die Landwirtschaft, Eingriffen ins Eigentum, Vernässungen drohen. Der Schwarzbach, wird gefordert, sollte das Großschutzprojekt begrenzen.

Von Karin Rieck

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