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Eilenburg Gerempel im Tempel: Eilenburger Sing-Schüler studieren Musical ein
Region Eilenburg Gerempel im Tempel: Eilenburger Sing-Schüler studieren Musical ein
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17:01 06.06.2018
Kantorin Lena Ruddies übt mit Kinder der Rinckart-Singschule das Muscial „Gerempel im Tempel“ ein. Quelle: Bärbel Schumann
Eilenburg

Es ist Mittwochnachmittag. Der Kinderchor der Eilenburger Rinckart-Singschule, den es seit 2005 gibt, trifft sich zur Probe. Diesmal findet die in der Stadtkirche St. Nikolai statt, denn die kleinen Sänger im Alter von fünf bis zwölf Jahren haben mit Kantorin Lena Ruddies und den Kindern des Ganztags-Angebotes Singen von der Schule Cultus+ Großes vor. Extra für das Stadtfest haben sie das Musical „Gerempel im Tempel“ einstudiert.

Eilenburgs Kantorin Lena Ruddies studiert gemeinsam mit Kindern der Rinckart-Singschule und der Evangelischen Grundschule Ost das Musical „Gerempel im Tempel“ ein. Zum Stadtfest ist Premiere.

Die Kulissen stehen an Ort und Stelle. Die Kinder bastelten sie selbst. „Wir haben zu Pfingsten an einem Tag in der Kantorei übernachtet und zuvor die Kulissen gebaut. Das war echt toll“, berichtet Lena-Marie (10), die einen Bettler spielt. Unterdessen sind die letzten Kinder eingetroffen und haben ihre Kostüme angezogen. Manche, wie die Geschwister Marcus (6) und Maximilian (9), haben daheim noch Requisiten wie einen Fisch und Gemüse gebastelt, die nun auf einem Marktstand liegen. Als die Truppe startklar ist, Michaela Meißner sich als Souffleuse neben der Bühne postiert hat, kann sich Lena Ruddies ans Klavier setzen und anstimmen. Die Probe beginnt.

Mehr als gemeinsam Singen

Seit die Kantorin die Singschule übernahm, wird jedes Jahr im Sommer ein Musical einstudiert. Lena Ruddies achtet auf eine gute Gesangstechnik und gibt Tipps, wenn es mit der Stimme mal nicht gleich klappt. In der Chorgemeinschaft lernen die Mädchen und Jungen gleichzeitig auch, was Freundschaft, Vertrauen bedeutet, was es heißt, in der Gruppe sich auf den anderen zu verlassen. Die Kinder werden ebenso an Themen wie Nächstenliebe oder Weihnachten herangeführt.

Obwohl es eine Probe ist, sitzen einige wenige Eltern und Großeltern in den Kirchenbänken und lauschen. Sie fiebern gar mit, damit auch ja alle Töne sitzen. Zu ihnen gehört Christine Ferl, die selbst in der Kantorei singt. Sie hat festgestellt, dass das Singen unter Kindern und auch in so mancher Familie aus der Mode gekommen scheint. „Dabei lernen die Kinder so viel in der Singschule. Das prägt“, meint sie und ist stolz, dass die beiden Enkel mitsingen. Wie lange sie jedoch durchhalten bei der Konkurrenz anderer Freizeitangebote, das kann sie nicht sagen, hofft aber lange. Schade sei, dass so wenige Kinder die Singschule derzeit besuchen.

Neue Sänger willkommen

Das findet auch die Kantorin. „Derzeit sind es gerade mal um die zehn Kinder, die dieses kostenlose Angebot nutzen. Ich hatte schon mal 20 Kinder dabei“, erzählt sie und hofft, dass vielleicht nach der Musicalaufführung zum Stadtfest es künftig wieder einige Fünf- bis Zwölfjährige mehr sein werden. Derzeit ist Luzia mit noch vier Jahren die Jüngste. „Für die Musicalaufführung war es gut, dass ich Singen als GTA-Angebot habe, so konnten alle Rollen besetzt werden.“

Kurz vor der Aufführung in der Stadtkirche am Sonntag um 16 Uhr wird es noch einmal eine Generalprobe geben. Wer die kleinen Sänger und Schauspieler dann nicht sehen kann, der hat noch eine weitere Chance. Das Singschul-Ensemble will am Tag der Sachsen teilnehmen und dort auftreten. „Mit der Torgauer Kantorin arbeite ich eng zusammen. Sie hat mit Kindern das gleiche Stück einstudiert. Wir wollen gemeinsam das Stück in Torgau aufführen“, sagt Lena Ruddies.

Wer Lust am Singen und Theaterspielen hat, ist willkommen – mittwochs von 16.15 Uhr bis 17 Uhr zur Probe. Eltern dürfen gern dabei sein. Probenort ist der Nikolaiplatz 3.

Von Bärbel Schumann

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