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Glaucha bekommt neues Gerätehaus

Brandschutz Glaucha bekommt neues Gerätehaus

Die Feuerwehr Glaucha hat ihr neues Gerätehaus in Betrieb genommen. 770 000 Euro hat der Ersatz für das alte Domizil gekostet, das bei Hochwasser gleich zweimal in den Fluten der Mulde versunken ist.

Beifall für das neue Gerätehaus in Glaucha.

Quelle: Steffen Brost

Glaucha. Ortsvorsteher Thomas Hartmann ist in Feierlaune. Genauso wie die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Glaucha. Denn heute ist endlich der Tag gekommen, an dem sie ihr neues Feuerwehrgerätehaus in Besitz nehmen. Es ist der Ersatzneubau des Gerätehauses, das bei den beiden Muldehochwassern 2002 und 2013 in den Fluten versank.

Zahlreiche Gäste hatten sich zur Party, in der Mitte vom alten und neuen Gerätehaus eingefunden. Darunter Landrat-Beigeordneter Ulrich Fiedler, CDU-Bundestagsabgeordneter Marian Wendt, CDU-Landtagsabgeordneter Jörg Kiesewetter, Alt-Landrat Michael Czupalla, Krippehnas Bürgermeisterin Roswitha Berkes sowie zahlreiche Bürgermeister, Feuerwehren, Ortschafts- und Gemeinderäte sowie Gäste aus den umliegenden Städten und Ortschaften. In ihren Ansprachen erinnerten die Redner an die beiden Hochwasser.

„Das ist heute ein wichtiger Tag für die Gemeinde und deren Feuerwehr. Die Kameraden sind auf gutes Material angewiesen, damit sie einen guten Job machen können. Deswegen muss die Gesellschaft hinter ihnen stehen. Mein ganz besonderer Dank geht an den Ortsvorsteher Thomas Hartmann. Er hat in der Vergangenheit alle zu Höchstleistungen angetrieben, um das zu schaffen was heute hier steht“, würdigte Ulrich Fiedler das Engagement. Hartmann bedankte sich anschließend bei den Projektbeteiligten für die schnelle Umsetzung des 770 000 Euro teueren und zu 100 Prozent vom Land geförderten Neubaus. „Es war ein reibungsloser Bauablauf. Nur ein knappes Jahr lag zwischen Grundsteinlegung und unsere heutigen Eröffnung“, so Hartmann. Dennoch sieht sich Hartmann noch nicht am Ziel seiner Arbeit für den Hochwasserschutz seines Heimatortes. „Unser Ziel ist nach wie vor der Hochwasserschutz HQ 100. Das werden wir auch weiter als Bürgerinitiative verfolgen“, kündigte der Ortsvorsteher an. Auch zahlreiche Feuerwehren überbrachten ihre besten Wünsche. Bad Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster hatte dabei einen ganzen Löschzug in Form eines Kastens Bier im Bollerwagen dabei. „Ich wünsche uns, das in Zukunft nie mehr soviel Wasser wie es zweimal geschehen ist zwischen unsere Orten liegt“, sagte Münster. Im Anschluss übergab der gelernte Metallbauer einen selbstgeschmiedeten Schlüssel an Wehrleiter Harald Märtgen, der damit das große rote Rolltor öffnete und alle zu einem Rundgang durchs schicke Gerätehaus einlud. Während auf dem Vorplatz ein kleines Programm durch die Mädchen und Jungen des örtlichen Kindergartens über die Bühne ging, strömten die Besucher durchs noch neu riechende Gebäude.

„Unsere 18 aktiven Kameraden haben bislang ihre komplette Ausrüstung zu Hause gelagert. Mit der Eröffnung hat dies ein Ende. Wir haben jetzt Umkleideräume für unsere Kameraden, einen Raum mit Spezialausrüstung, Duschen, Toiletten sowie einen großzügigen Schulungsraum. Noch ist die Garage für das Fahrzeug leer. Das ist beantragt. Wir hoffen, dass wir im Laufe des nächsten Jahres dann auch unser Löschfahrzeug ins Gerätehaus stellen können“, hofft Märtgen. Mit Kaffee und Kuchen sowie den Klängen der Schlameienkapelle Glaucha wurde die Übergabe noch bis in den Abend gefeiert. Glaucha ist nur eines von drei Feuerwehrgerätehäusern, die in diesem Sommer in unmittelbarer Nachbarschaft übergeben werden. Auch die Kameraden im Bad Dübener Stadtteil Tiefensee und die vom Laußiger Ortsteil Gruna können noch in diesem Sommer ihre neuen Domizile beziehen.

Von Steffen Brost

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Glaucha
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