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Eilenburg Glaucha und Langenreichenbach wollen Farbtupfer setzen
Region Eilenburg Glaucha und Langenreichenbach wollen Farbtupfer setzen
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00:19 13.10.2017
Thomas Hartmann (Mitte) führt die Bewertungskommission durch die Lindenallee in Oberglaucha. Beim nächsten Wettbewerb in drei Jahren hat sich der Rasen vielleicht schon in eine Wildblumenwiese verwandelt. Quelle: Ilka Fischer
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Glaucha/Langenreichenbach

Der Siegerjubel in Sachen Sächsischer Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ auf Kreisebene ist inzwischen auch bei den hiesigen Gewinnern Langenreichenbach und Glaucha verhallt. Für die Siegprämie von 1000 Euro, so der Langenreichenbacher Ortsvorsteher Detlef Bölke, habe es aber keine große Feier gegeben. 150 Euro davon seien schon für rund 4000 Blumenzwiebeln reserviert. „Im November kommen die Krokusse, Narzissen, Tulpen und Hyazinthen bei einer Pflanzaktion auf die Wiese der ehemaligen Gaststätte“, berichtet er. Das Ganze werde dann allerdings sicher noch mit etwas „Pflanzwasser“ begossen. Auch die verbleibenden 850 Euro würden auf jeden Fall für gemeinnützige Zwecke verwendet. Dass die Kasse des Mockrehnaer Ortsteiles nicht ganz leer ist, zahle sich immer mal wieder aus. „Aus der vorherigen Siegprämie“, verrät Detlef Bölke, „haben wir beispielsweise in diesem Jahr die Tafel am Gedenkstein für die Gaststätte bezahlen können.“ Auch so falle immer mal eine nicht von der Gemeinde gedeckte Ausgabe an. Detlef Bölke nennt da die Prämie für den Sonnenblumen-Wettbewerb oder auch den Blumenstrauß, der die Geburtstagskarte der Gemeinde ergänzt.

Glaucha hat eine starke Bürgerschaft

In Glaucha, das einen von drei ausgelobten Silberplätzen belegte, konnte man sich über 450 Euro freuen. „Wir werden erst noch im Ortschaftsrat entscheiden, was wir damit machen“, so Ortsvorsteher Thomas Hartmann. Gut möglich ist, dass zumindest ein Teil davon ebenfalls für blühende Farbtupfer sorgt. Denn die beim Dorfrundgang geäußerte Idee, den Rasen zwischen den Bäumen der Lindenallee in Oberglaucha bis zur ersten Mahd mit Wildblumen und -kräutern zum Blühen zu bringen, hatte bei der Jury viel Zuspruch erfahren. „Gewürdigt worden ist mit dem Preis aber vor allem, dass wir Glauchaer mit unserer Bürgerinitiative in Sachen Hochwasserschutz einiges erreicht haben. Der Preis und die damit verbundene Anerkennung ist aber nur die eine Seite“, erzählt er. Der Austausch sei für ihn mindestens genauso wichtig.

Glaucha, das inzwischen durchaus einige Fahrrad-Touristen zählt, könnte beispielsweise mit einer Beschilderung noch besser dafür sorgen, dass jeder zu Gaststätte und Spielplatz findet. Doch auch in Sachen Dorfpräsentation nahm Thomas Hartmann von der Auszeichnungsveranstaltung, die bereits Ende September in Wörblitz stattfand, einige Anregungen mit. Toll fand er beispielsweise die Idee der Langenreichenbacher, ihr lang gestrecktes Dorf mit der Jury abzuradeln. Er könne sich so was auch in seiner Heimatgemeinde vorstellen. Noch ist da nichts sicher, doch eins steht für Thomas Hartmann fest: Glaucha wird auch beim nächsten Dorfwettbewerb beweisen: „Unser Dorf hat Zukunft“.

Von Ilka Fischer

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