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Eilenburg Glauchaer in Sektlaune: Deich wird gebaut
Region Eilenburg Glauchaer in Sektlaune: Deich wird gebaut
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13:52 19.05.2015
Die Mitglieder der Bürgerinitiative HQ 100-Schutz für Glaucha trafen sich auf dem Deich, wo die ersten Spundbohlen versenkt wurden, um auf diesen Erfolg anzustoßen. Quelle: Heike Nyari

Dort, wo die ersten Spundbohlen von Bau- und Haustechnik Bad Düben in den Damm gerammt wurden, brach der Deich und überflutete Felder und Ansiedlungen. Es hatte tagelang unerbittlich geregnet und schließlich bahnte sich wieder, ähnlich wie im August 2002, eine Katastrophe an. Anfang Juni 2013 hieß es für viele Orte entlang von Elbe und Mulde Land unter. Auch die Einwohner von Ober- und Niederglaucha wurden nicht verschont. Doch dem Schicksal wollten sich viele Bürger nicht noch einmal ergeben. Einige engagierte Glauchaer gründeten die Bürgerinitiative (BI) HQ 100-Schutz für Glaucha. Den mittlerweile 130 Mitgliedern ist durchaus klar, dass sämtliche Maßnahmen des Freistaates nur Schritt für Schritt realisiert werden können, und dass es größere Städte und Gemeinden gibt, die gegenüber dem kleinen Muldedorf Vorrang haben. "Wir erwarten keine Wunder, doch wir wollen nicht vergessen werden", so der BI-Vorsitzende Thomas Hartmann.

Die BI-Spitze ließ nichts unversucht und setzte sich mit den Verantwortlichen der Landestalsperrenverwaltung (LTV) Rötha, dem Landrat, Kreistags- und Landtagsabgeordneten sowie mit Frank Kupfer (CDU) und Fritz Jaeckel (CDU) von der Staatsregierung in Verbindung und blieb am Ball. Die Hartnäckigkeit, verbunden mit einer guten Zusammenarbeit, und die gemeinsame Suche nach Lösungen hat sich gelohnt. Der Erfolg ist nun sichtbar. Die ersten Spundbohlen sind versenkt. Ähnliches wird in den folgenden Wochen an mehreren Deichabschnitten auf 1,7 Kilometern Länge geschehen. In gut einem Jahr sollen die Bauarbeiten, die sich auf etwa zwei Millionen Euro belaufen, abgeschlossen sein und Glaucha einen Hochwasserschutz HQ 50 gewähren. Zu den Bauvorbereitungen gehört außerdem eine Kampfmittelsondierung, teilt die LTV gestern mit.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.12.2014
Heike Nyari

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