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Eilenburg Gratulation für die älteste Eilenburgerin: Emma Schulze feiert ihren 105. Geburtstag
Region Eilenburg Gratulation für die älteste Eilenburgerin: Emma Schulze feiert ihren 105. Geburtstag
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18:00 10.05.2016
Alles Gute zum Geburtstag: OBM Ralf Scheler (links) gratuliert Emma Schulze (Mitte) ebenso wie Lothar, André, Marianne, Lewin, Hans und Bert Schulze (von links) Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg

„Wie schön, dass du geboren bist“, sangen die Kinder aus der Schwalbennest-Kita am Dienstag für Emma Schulze. Sie erblickte am 10. Mai 1911 das Licht der Welt und ist nun älteste Eilenburgerin. Ihren runden Geburtstag feierte sie im Kreise von Angehörigen. Aber die Jubilarin erspähte beim Blick in die erste Gratulantenrunde auch ein neues Gesicht: „Das ist wohl der neue Bürgermeister?“ Ralf Scheler (parteilos) nickte heftig: „Weniger Haare als der vorige“, gab der 52-Jährige fürs Geburtstagskind eine gut merkbare Kurzbeschreibung seiner selbst ab.

„Ich glaube, unsere Oma überlebt uns noch alle“, erklärte Urenkel Lewin Schulze auf die Frage, was ihn am meisten an der Jubilarin beeindruckt. Ein Besuch bei ihr sei des öfteren drin. „Trotz Abi-Stress, denn sie ist richtig nett“, sagte der 18-jährige Zwei-Meter-Hüne strahlend. „Dass wir fünf Generationen in unserer Familie haben, ist cool.“ Er ist einer der acht Urenkel. Ebensoviele Ururenkel sind auch schon da, wurde an der Kaffeetafel zusammengerechnet. Diese war im DRK-Heim gedeckt. Inzwischen ist Emma Schulze von der Wohnung in der Puschkinstraße, in die Anlage in der Walter-Stöcker-Straße umgezogen. Dort lernte sie nun die neuen Spazierwege rund um das Gebäudeensemble kennen.„Draußen geht das aber nicht mehr alleine. Da brauche ich Begleitung. Ich soll ja nicht stürzen“, verriet sie. „Aber ich kann nicht klagen. Es ist schön hier.“

Geboren ist sie Sachsendorf bei Wurzen. Als junge Frau arbeitete sie in der Tauchaer Lederfabrik. In die Eilenburger Puschkinstraße zog sie 1941 gemeinsam mit ihrem Mann Kurt. Die beiden Söhne, Lothar (72) und Hans (83) wurden Ingenieure im Eilenburger Chemiewerk. Emma Schulze war vor allem Hausfrau und für die Familie da. „Sie hat für uns jeden Mittag gekocht. Deshalb waren wir auch immer Mittagskinder. Und als Student bekam ich montags immer ein dickes Wurstpaket mit“, erinnert sich Bert Schulze, einer der Enkel. Sein mit 46 Lenzen ein Jahr jüngerer Bruder André ergänzt augenzwinkernd: „Aber wenn wir auf dem Schulweg getrödelt hatten, konnte sie auch weniger nett sein. Schließlich wurde dann das Essen kalt. Die damaligen Lilo-Hermann-Oberschule hatte sie vom Haus aus quasi im Blick. Vor allem erinnere ich mich an viele gemeinsame Ausflüge. Selbst als sie 90 war, waren wir alle noch einmal gemeinsam im Urlaub.“

Von Heike Liesaus

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