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Groitzscher Trafo-Turm wird Vogel-Wohnung

Naturschutz Groitzscher Trafo-Turm wird Vogel-Wohnung

Der Trafoturm im Jesewitzer Ortsteil Groitzsch ist renoviert. Nicht allein die Farbe, sondern auch die Vogelwohnungen sind neu. Mieter sind Turmfalke, Schleiereule, Spatz und Meise. Ein Leipziger Ehepaar half den Naturschützern, den Blickfang im Mulde-Dorf zu renovieren.

Der Naturschutzbund richtet den Trafoturm im Jesewitzer Ortsteil Groitzsch als Vogelwohnung her. Der Schlüsselkasten für solche Objekte ist bereits gut bestückt.

Quelle: Heike Liesaus

Groitzsch. Der alte Trafoturm in Groitzsch hat längst kein elektrisches Innenleben mehr, dafür zieht er auf andere Art Leben ins Dorf. Der Naturschutzbund hat ihn als Vogelturm hergerichtet. „Ein Groitzscher hat ihn gekauft, der damit auch den Abriss verhindern wollte. Wir haben nun die Elektrotechnik ausgebaut und neue Zwischenböden eingezogen“, beschreibt Frank Heine, der schon viele Vogeldomizile hergerichtet hat, das Projekt. Immerhin war vorher ein Falkennest eingebaut, aber diese Box war abrissreif. Nun gibt es sogar eine Absperrvorrichtung, zeigt Heine.

Über einen Seilzug kann er von unten aus eine Acrylscheibe vors Ausflugsflugloch in der Höhe ziehen, sodass der Vogel nicht ausfliegt, während Heine fürs Beringen die steile Leiter an der Wand hinaufklettert. „Das machen wir natürlich nur, wenn es nötig ist. Wir wollen ja nicht stören“, betont der Vogelschützer. „Das ist schon Luxus hier. Beste Wohnlage und noch dazu das reiche Nahrungsangebot auf den Muldewiesen“, schätzt Ina Ebert von der Nabu-Landesgeschäftsstelle.

Die Domizile sind sehr begehrt. Schon während der Bauzeit sah sich der Falke den Nistplatz an. Auch Schleiereulen haben ihren Kasten bezogen. An den Außenwänden sind die Nistmöglichkeiten für kleinere Arten angebracht.

„So ein Turm ist ja auch immer ein Blickpunkt in der Dorfansicht“, vermutet Jens Frenkel, Vorstand der Nabu-Regionalgruppe Partheland. Bei der Finanzierung hatte ein Leipziger Ehepaar maßgeblich geholfen. Uta und Uwe Reich hatten zusammen ihren „100.“ Geburtstag gefeiert und die Gäste gebeten, für den Naturschutz zu spenden. 850 Euro kamen zusammen. „Diese Idee war echt klasse“, lobt der Vorstand. Denn auch, wenn Frank Heine gemeinsam mit dem Eilenburger Frank Jonack viel in Eigenarbeit leistete, musste doch unter anderem auch eine Hubbühne gemietet werden.

Von Heike Liesaus

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