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Eilenburg Großübung in Eilenburg: Retter bergen gekenterte Ruderer aus der Kiesgrube
Region Eilenburg Großübung in Eilenburg: Retter bergen gekenterte Ruderer aus der Kiesgrube
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00:29 24.06.2015
Vorn liegt der kleine Elias Ackermann in stabiler Seitenlage hinter ihm Phillip Reichert. Die Sanitäter besprechen die Beförderung ins Krankenhaus. Quelle: Anke Herold
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geborgen werden. Am Samstagvormittag waren insgesamt 29 Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Unfallort, um zu retten. Ein Boot der Eilenburger Wasserwacht und ein Boot der Wasserwacht Dresden mit Fließwasserretter an Bord sicherten den gut zweistündigen Einsatz auf dem Wasser ab. Während sie die gekenterten Ruderer bargen, suchten Sanitäter des DRK nach Verletzten an Land und brachten diese zum aufgebauten DRK-Sammelpunkt in das Behandlungszelt. Dort kümmerten sich Sanitäter im Katastrophenschutz um die Verunfallten.

Bewusstlos lag der kleine Elias Ackermann in stabiler Seitenlage auf dem Feldbett und wurde von den Sanitätern Mike Friedrich und Chris Eilenstein professionell versorgt. Sie bereiteten auch die Beförderung der Verletzten in das nächstliegende Krankenhaus vor. Neben Elias Ackermann lag sein verletzter Begleiter Philipp Reichert, der wenigsten Auskunft zu seiner Verletzung und Person geben konnte. Ursel Ritter und Kathleen Pötzsch waren mit der Erfassung der verletzten Jungs betraut. Sie nahmen alle erforderlichen Daten auf und gaben diese ans Kreisauskunftsbüro weiter. Cornelia Reichert und Michel Müller vom Betreuungsteam kümmerten sich um die Angehörigen und Unverletzten. Ebenfalls in Aktion war das Team der Feldküche, das alle Beteiligten mit warmen Getränken und Speisen versorgte.

Im Funkgerät von Gruppenführer Steffen Seydewitz trafen in kürzester Zeit weitere Funksprüche ein, die über noch mehr Verletzte Auskunft gaben. Der Sanitäter koordinierte vor Ort, gab klare sachliche Anweisungen und behielt einen kühlen Kopf sowie den erforderlichen Überblick. Was sich hier wie ein Schreckensszenario liest, war glücklicherweise nur eine Großübung des Eilenburger DRK und des Eilenburger Ruderclub am Badestrand der Naherholungsidylle.

"Einmal im Jahr üben wir den Ernstfall", erklärt der Bereichsleiter Fred Hannemann, der ebenfalls vor Ort war und den Einsatz mit koordinierte. "Im Grunde lief es so, wie ich es erwartet hatte. Die ersten Schwierigkeiten in der Kommunikation hatten wir bald im Griff. Aber deswegen üben wir ja, um alles richtig zu machen", zog der Chef ein Resümee. Die zügige Bergung, Versorgung, Betreuung und Erfassung der beteiligten Menschen war der Übungsschwerpunkt an diesem Sonnabendvormittag.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.06.2015
Anke Herold

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