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Eilenburg Großvermieter versichern: Noch ausreichend Wohnraum in Eilenburg vorhanden
Region Eilenburg Großvermieter versichern: Noch ausreichend Wohnraum in Eilenburg vorhanden
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00:36 16.10.2015
Derzeit habe der Landkreis 36 Wohnunen für Asylbewerber in Eilenburg angemeldet. (Symbolfoto) Quelle: dpa
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Eilenburg

Die kommunale Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (EWV) habe bei einem Kernbestand von insgesamt rund 1900 Wohnungen nach wie vor einen Leerstand von 16 Prozent. Thomas Meinhardt vom Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Eilenburg (WGE), die über 1300 eigene Wohnungen verfügt, nennt eine Größenordnung von acht Prozent. „Die Kreisverwaltung ist an uns aber noch nicht herangetreten, um Unterkünfte für Flüchtlinge zu mieten“, stellt der Geschäftsführer fest. Grundsätzlich sei das Unternehmen bereit, seinen Beitrag zu leisten. „Es wäre aber gut, wenn wie in anderen Städten ein professioneller Träger vor Ort den Bedarf und die Betreuung aus einer Hand koordinieren würde“, überlegt der WGE-Chef. Wie Bendix-Bade spricht er sich dafür aus, von Anfang an bei der Integration fremder Kulturen „keine Ghetto-Bildung“ zuzulassen. Um das und mehr vor Ort systematisch zu organisieren, sich auch Ängsten zu stellen, „weil keiner richtig weiß, was kommt“, sei die Koordinierungsstelle beim Landkreis „schon wieder viel zu weit entfernt“, so Meinhardt.

Asylbewerber leben zurzeit in der Muldestadt vor allem im Stadtzentrum sowie in Ost. Alltagsbegleiter sind Ansprechpartner. Wie berichtet, hat Eilenburg bislang 130 Asylbewerber, vorwiegend Familien, aufgenommen. Bis zum Jahresende sollen weitere 80 Flüchtlinge ebenfalls dezentral untergebracht werden. Für Alleinreisende, die im nächsten Jahr erwartet werden, wird gerade eine  Gemeinschaftsunterkunft mit 150 Betten auf dem Gelände des ehemaligen Chemiewerkes diskutiert.

„Wir haben nach wie vor ausreichend Wohnungen für jeden Geldbeutel“, steht Bendix-Bad zur sozialen Verantwortung der kommunalen EWV. Auch preiswerte Quartiere für den üblichen Hartz-IV-Satz in Höhe von 4,09 Euro je Quadratmeter Kaltmiete. Gerade im preiswerteren Bereich gebe es ein stetes Kommen und Gehen. „Vielleicht können wir nicht jedem sein  Wunschdomizil zur Verfügung stellen. Aber wir können Angebote machen und es gibt keine Wartelisten“, versichert die Geschäftsführerin. Das Thema Wohnraum-Abriss sei in Eilenburg bereits seit 2012 vom Tisch. Das Altschulden-Abbau-Ziel sei erfüllt worden. Nunmehr werde auf dem örtlichen Wohnungsmarkt beobachtet, wo Investitionen künftig sinnvoll sind.

„Es gab auch Anfangsschwierigkeiten in den Häusern, in denen Asylbewerber neue Nachbarn sind“, räumt die EWV-Geschäftsführerin ein. Probleme bei der Müllentsorgung, Ordnung und Sauberkeit oder Lärm seien genauso zu klären wie es mitunter unter deutschen Mietern notwendig ist. „Insgesamt haben wir bislang aber keine schlechten Erfahrungen mit ausländischen Bewohnern gemacht.“ Mietpartner der EWV ist im Rahmen der Asylproblematik der Landkreis, der sich um alle Belange selbst kümmert und nur darüber informiert, wenn Bewohner wechseln.

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