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Grüner Fink in Eilenburg: 50 Grundstücke für Häuslebauer geplant

Stadtverwaltung Grüner Fink in Eilenburg: 50 Grundstücke für Häuslebauer geplant

Am Grünen Fink in Eilenburg soll ein neues Wohngebiet entstehen. Zirka 50 neue Baugrundstücke werden ausgewiesen. In einer Versammlung konnten Anlieger jetzt ihre Hinweise dazu anbringen. Da ging es vor allem um Verkehrsprobleme, aber auch ums Abwasser.

Straßenschäden am Grünen Fink wurden inzwischen ausgebessert, aber mit den neuen Wohngebiet soll auch der grundhafte Ausbau kommen.

Quelle: Wolfgang Sens LVZ

Eilenburg. Von kritisch bis wohlwollend reichte das Stimmungsspektrum zur Ausweisung des neuen Wohngebiets am Eilenburger Grünen Fink. Zirka 50 Grundstücke für Bauwillige sollen dort ausgewiesen werden. Das Projekt wurde jetzt im Ratssaal bei einer Info-Veranstaltung vorgestellt.

Aus Garten- werden Wohngrundstücke

An der Straße, wo jetzt schon Wohnhäuser stehen, soll weiteres Bauland bis zum Schießstandweg, der das Areal östlich begrenzt, ausgewiesen werden. „Es besteht auch Interesse, dass Gartengrundstücke zu Wohngrundstücken werden“, erläuterte Petra Zimmermann, Leiterin des Bereichs Bau in der Stadtverwaltung. Auch ein Feld hinter der Gartenanlage ist zur Bebauung vorgesehen.

Gartenverein muss Parkplätze schaffen

Interessiert waren die zirka 15 Besucher – und zwar besonders an Belastungen, die auf sie als bereits Ansässige zukommen. So ist vorgesehen, die Straße „Grüner Fink“ grundhaft auszubauen. Vorerst hatte es nur eine Reparatur der tiefen Schlaglöcher gegeben. Ausbaubeiträge müssen alle anliegenden Grundstücksbesitzer zahlen. Auch die Stadt. Sie ist Grundeigentümerin und Verpächterin für die Gartenanlage, erläuterte Zimmermann. „Dann wird auch das Parken geregelt. Darüber ist der Kleingartenverein informiert. Er muss selbst Parkplätze schaffen, in freien Gärten im Randbereich oder auf dem Gelände der abgerissenen Reichskrone.“

Lärmbelästigung?

Die Straße soll künftig nicht durchgängig sein. Die Zufahrt von der östlichen Seite führt somit über den Schießstandweg. „Der mündet aber auf die B 87 und die Auffahrt dort ist problematisch“, so der Hinweis eines Anliegers. „Ein Lärmschutzgutachten ist in Auftrag gegeben“, berichtete Zimmermann. Ergebnisse liegen noch nicht vor, aber es sei klar: „Das Gebiet ist durch Bahn und B 87 vorbelastet. Voraussichtlich ist aber kein Lärmschutzwall nötig. Nur bei einem Teil der Grundstücke wird passiver Lärmschutz wie Schallschutzfenster zu beachten sein.“

Kein Anschluss ans Abwassernetz

Hinweise, Einwände können auch noch bei der Auslegung des Bebauungsplanes abgegeben werden. Voraussichtlich kann Baurecht ab Anfang nächsten Jahres gelten, so der Zeitplan. Erst wenn eine gewisse Zahl der Grundstücke bebaut wird, soll das Straßenprojekt realisiert werden. Ebenfalls in der Diskussion: der Anschluss ans öffentliche Abwassernetz. Diesen wird das Gebiet auch mit den Neuansiedlungen nicht bekommen. Die Häuslebauer müssen jeweils eigene vollbiologische Kleinkläranlagen bauen.

Von Heike Liesaus

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