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Eilenburg Grundschule in Doberschütz will Sachsens erste Naturpark-Schule werden
Region Eilenburg Grundschule in Doberschütz will Sachsens erste Naturpark-Schule werden
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19:00 13.12.2015
Diese Tafel an der Autobahn wirbt für die Naturparkregion. Quelle: privat
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Doberschütz

Die Grundschule in Doberschütz hat bereits seit Langem mehr zu bieten als den bloßen Unterricht Tag für Tag. Sie macht bei „Deutschland liest“ und dem „Leselöwenwettbewerb“ mit, organisiert Osterprojekte und arbeitet mit dem Verein „Frisch auf“ zusammen. Jetzt ist ein neuer Partner dazu gekommen: der Verein Dübener Heide. Denn die Schule verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: Sie will Sachsens erste Naturpark-Schule werden.

Die Idee dazu hatte Bürgermeister Roland Märtz (CDU), der zugleich Vorstandsmitglied im Verein Dübener Heide ist. Dieser wiederum zeichnet für die Entwicklung des gleichnamigen Naturparks verantwortlich. „Ich war bei einer Tagung der deutschen Naturparke. Und dort wurden schon Naturpark-Schulen vorgestellt. Da dachte ich, dass wäre doch was für uns“, so Märtz.

Zunächst ist die Idee der Schule und letztlich dem Elternrat schmackhaft gemacht worden. Mit Erfolg. „Das ist auf jeden Fall was Tolles und passt zu uns“, schwärmt Schulleiterin Ingetraut Reiche. Zumal die kleine Grundschule im Heidedorf an der B 87 ohnehin immer mehr auf Naturthemen setzt, bereits eine eigene Bienen-Schaubeute und auch eine Blühwiese für Insekten angelegt hat. „Außerdem liegen wir ja günstig“, so Reiche. Und meint den Wald vor der Haustür.

Dieser Tage unterzeichneten Axel Mitzka, Vorsitzender des Heidevereins, und Roland Märtz zusammen mit Ingetraut Reiche eine entsprechende Vereinbarung. Diese regelt, wie das Vorhaben Naturpark-Schule in Zukunft umgesetzt werden soll. Vorgesehen ist, dass der Unterricht stärker auf Natur- und Umweltthemen abzielt. Unter anderem soll der regionale Bezug zur Dübener Heide, ihrer Geschichte und Kultur sowie alle regionalen Besonderheiten für Lerninhalte genutzt werden. Dazu gehört, dass Lernorte auch außerhalb der Schule einbezogen werden. Jede Klasse soll mindestens einmal im Schuljahr das Thema Naturpark im Unterricht und darüber hinaus, beispielsweise in Projekttagen und bei Exkursionen, behandeln. Dabei geht es um die Arbeit und die Bedeutung des Naturparks, typische Lebensräume und die dort vorkommenden Pflanzen- und Tierarten sowie heimatkundliche Aspekte. Der Verein Dübener Heide stellt dafür Texte, Bild- und Lernmaterialien sowie Unterrichtsbeispiele zur Verfügung und unterstützt bei Exkursionen und Projekttagen. „Da müssen natürlich alle mitstrampeln“, so Märtz. Die Schule auf der einen Seite, der Naturparkträgerverein auf der anderen. Aber Märtz ist zuversichtlich, dass dies gelingen wird. Und auch Vereinschef Mitzka ist optimistisch: „Wir haben ja schon etliche Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit unseren Patenschulen und dem Patenkindergarten in Bad Schmiedeberg.“

Beide Partner erhalten außerdem Unterstützung vom Verband Deutscher Naturparke mit Sitz in Bonn. Dort ist mit Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt bereits im vorigen Jahr das Netzwerk Naturpark-Schulen an den Start gegangen, an dem 14 mitwirken. Die Auszeichnung der Doberschützer Schule zur Naturpark-Schule erfolgt dann, wenn die in der Vereinbarung genannten Kriterien erfüllt wurden. Das soll möglichst schon 2016 sein.

Das Heide-Dorf hat also ab jetzt einiges vor. Die Kooperation mit dem Verein gilt zunächst für fünf Jahre.

Von Nico Fliegner

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