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Gute Perspektiven für Altenpfleger in Eilenburg und Bad Düben

Berufsausbildung Gute Perspektiven für Altenpfleger in Eilenburg und Bad Düben

Wer wird in Eilenburg Altenpfleger und warum? Bei der K&S-Seniorenresidenz wurden jetzt drei neue Azubis sowie eine FSJlerin begrüßt und auch die Absolventen verabschiedet. .Auch im DRK-Pflegeheim starten am 1. September erstmals gleich vier junge Frauen ihre Lehrzeit.

Pflegedienstleiterin Denise Grützner in spe und Heimleiterin Jana Christoph (links) freuen sich über Lisa Löser, Jennifer Winter und Anna Hempel, die mit dem Beginn ihrer Lehrzeit das Team der Mitarbeiter des DRK-Pflegeheimes Eilenburg ergänzen und sich um Bewohner wie die 86-jährige Ingrid Müller kümmern wollen.

Quelle: Karin Rieck

Eilenburg/Bad Düben. Sie sehen ihre berufliche Zukunft in der Pflege. Dafür gibt es in Eilenburger und Bad Dübener Seniorenheimen zurzeit nicht nur eine gediegene Ausbildung, die jetzt wieder beginnt, sondern auch nach erfolgreichem Abschluss eine gute Perspektive.

Die Neuen in der K&S-Seniorenresidenz am Stadtpark in Eilenburg wurden mit kleinen Zuckertüten, an denen eine Schwesternuhr tickte, die am Kittel getragen werden kann, begrüßt. Drei Auszubildende und eine Teilnehmerin am Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) starten nunmehr durch. Auch zwei Absolventen wurden verabschiedet, die sich anderweitig ausprobieren wollen. Novica Kiesewetter, die schon zuvor mehrere Berufsfelder beackerte, will als 44-Jährige weiter lernen und in die Intensivpflege. Manuela Giesel, 38, geht wegen der flexibleren Arbeitszeiten zu einem ambulanten Pflegedienst. Auf alle Fälle hat sie es nicht bereut, diese Berufsrichtung eingeschlagen zu haben: „Ich bin gern für ältere Menschen da.“ Und sie ist sich im Klaren: „Das kann sicher nicht jeder. Aber es ist trotzdem für viele ein schöner Beruf.“

Das Ausprobieren ist empfehlenswert. Das will Peggy Fiedler. Die 17-Jährige tritt ihr Freiwilliges Soziales Jahr an. Kevin Kröner, der übrigens am 5. September seinen 18 Geburtstag feiert, kennt das Berufsfeld aus der Familie: Ob Oma, Tante oder Bruder – alle arbeiten sie in der Altenpflege. Er absolvierte zuerst eine Vorausbildung als Staatlich geprüfter Krankenpflegehelfer. Diesen Abschluss hat Janne-Josefin Lieske auch in der Tasche. „Aber bei mir lief es ein wenig komplizierter. Eigentlich wollte ich Erzieherin werden, aber mein Schulabschluss in der Schweiz wurde als Realschulabschluss nicht anerkannt.“ Also ging sie zur Vorausbildung ins Eilenburger Berufsschulzentrum, das seit einem Jahr einen Kooperationsvertrag mit K&S hat und wozu Praktika gehören. „Das hat Spaß gemacht“, so die 20-Jährige.

Leiterin Kathleen Krieg verabschiedete sich nicht gern von den Absolventen: „Wir garantieren die Übernahme und sie wissen, dass unsere Türen weit offen stehen, wenn sie es sich anders überlegen.“ Bei dieser Gelegenheit wurde außerdem die Auszubildende des Jahres mit der Nutzung eines Smart für ein Jahr belohnt. Sehr praktisch: Jessica Lorek nahm den Schlüssel gleich von ihrer Schwester Michelle entgegen, Titelträgerin im Vorjahr. „Dafür wird nicht nur auf gute Noten geachtet“, erklärte die Residenz-Chefin, „sondern auch auf soziales Auftreten im Heim, gegenüber den Bewohnern und die Zusammenarbeit mit anderen.“

Kurz vor dem heutigen Ausbildungsbeginn zeigte sich auch Jana Christoph, die Leiterin des DRK-Pflegeheimes in Eilenburg, „stolz, dass wir erstmals gleich drei Altenpfleger-Lehrlinge und einen Hauswirtschafts-Azubi in unser Team aufnehmen können“. In der Begrüßungsrunde mit Noch-Pflegedienstleiterin Elke Veit und ihrer Nachfolgerin Denise Grützner lernten die Neulinge die Karrieremöglichkeiten in der Branche kennen. Im Alter von 16 Jahren begann die 29-Jährige, die ab Oktober in die fast 40 Jahre großen Fußstapfen von Elke Veit tritt, mit dem FSJ in der DRK-Einrichtung und hat sich von der Altenpflegerin über die Wohnbereichsleiterin bis zur Pflegedienstchefin weiterentwickelt. Nunmehr können sich auch Anna Hempel aus Pehritzsch und die Eilenburgerinnen Jennifer Winter und Lisa Löser im Pflegebereich berufliche Perspektiven ausrechnen, haben zum Teil schon in diesem Bereich Erfahrungen gesammelt. „Wir hoffen, sie halten durch“, deuteten Christoph und Veit auch die besonderen Ansprüche an einen Beruf mit Schicht- und Wochenend-Arbeit an. Und weil junge Frauen irgendwann auch mal Nachwuchs haben wollen – was an der Stöcker-Straße schon mehrfach Ausfälle bedeutete – wurden diesmal mehr Lehrlinge als sonst eingestellt. „ Auch im nächsten Jahr können wir wieder Lehrlinge in dieser Größenordnung ausbilden“, wurde schon mal vorausgeblickt.

Dass der Nachwuchs den Pflegeeinrichtungen in der Region nicht gerade die Tür einrennt, weiß auch Berit Papendick, Leiterin des Pflegeheimes der Arbeiterwohlfahrt Nordsachsen in Bad Düben. „Diese Jahr haben wir aber Glück gehabt und haben jemanden gefunden.“ Drei Auszubildende gibt es derzeit. In jedem Lehrjahr einen. Die meisten kommen aus Bad Düben oder der Umgebung.

Von Heike Liesaus, Karin Rieck und Kathrin Kabelitz

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