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Gymnasiasten verlegen am 6. Mai Stolperstein in Gedenken an Hans Freimann

Nazi-Opfer aus Eilenburg Gymnasiasten verlegen am 6. Mai Stolperstein in Gedenken an Hans Freimann

Ein halbes Jahr lang hatten Schüler des Martin-Rinckart-Gymnasiums und Mitglieder des Vereins Erich-Zeigner-Haus Leipzig zum Schicksal des jüdischen NS-Euthanasieopfers Hans Freimann aus Eilenburg recherchiert. Nun soll am 6. Mai in Eilenburg ein weiterer Stolperstein verlegt werden.

In Eilenburg wurden bereits an Orten Stolpersteine für Nazi-Opfer verlegt. Jetzt kommt ein weiterer dazu.

Quelle: Wolfgang Sens

Eilenburg.

Die Stolpersteine erinnern an das Schicksal der Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben worden sind. Der Kölner Künstler Gunter Demnig hatte dieses erinnerungskulturelle Projekt 1992 erfunden. Mittlerweile entwickelte es sich zum größten dezentralen Mahnmal der Welt mit über 56 000 verlegten Steinen in 19 Ländern. In Eilenburg gibt es bereits elf Stolpersteine. Demnig wird den Stein selbst verlegen. Um 12.45 Uhr wird der Erinnerungsstein für Hans Freimann in den Gehweg der Torgauer Straße 19 gesetzt. Hans Freimann wurde unter anderem aufgrund seiner Behinderung in die sogenannte „Heil- und Pflegeanstalt“ Uchtspringe eingewiesen und 1940 im Tötungslager Bernburg ermordet.

Am Verlegeort ist ein kulturelles Rahmenprogramm sowie eine gedenkwürdige Zeremonie vorgesehen. Neben einzelnen Redebeiträgen der Initiatoren und Kooperationspartner, von Vertretern der Stadt und anderen Beteiligten werden die Rechercheergebnisse präsentiert, die Projektleiter Henry Lewkowitz, zweiter Vorstandsvorsitzender des Erich-Zeigner-Hauses, sowie die Lehrerin Sylvia Kristalla zusammengetragen haben.

„In Zeiten von Legida/Pegida und erstarkendem Rechtsradikalismus erscheint politische Erinnerungskultur und das damit verbundene mahnende Gedenken an frühere rassistische und menschenverachtende Verbrechen umso notwendiger“, erklärte Lewkowitz. Zu Stolpersteinverlegung und Gedenken sind alle Interessierten eingeladen.

Von Heike Liesaus

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