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Eilenburg Hängepartie für die Heide-Pfarre in Langenreichenbach
Region Eilenburg Hängepartie für die Heide-Pfarre in Langenreichenbach
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08:36 25.05.2018
Wahrlich marode und nicht schön anzusehen: das denkmalgeschützte Pfarrhaus von Langenreichenbach. Quelle: Wolfgang Sens
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Langenreichenbach

Kirchgemeinde, Ortschaftsrat und Einwohner von Langenreichenbach wollen, dass das marode Pfarrhaus samt Anwesen zu neuem Glanz gelangt. Gemeinsam hatten Ortschaftsrat und die Mitglieder des Kirchgemeinderates ein Konzept entwickelt, Fördermittel beantragt und die erste Hürde bei der Antragsstellung genommen. 80 Prozent Förderung über das Leader-Programm – so nun die Aussicht.

Was steckt hinter der Idee?

Die Idee der „Heide-Pfarre“ sollte als Haus der Begegnungen für verschiedene Interessensgruppen und für die Kirchgemeinde sogar beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ punkten. Alles schien klar zu sein. Ortsvorsteher Detlev Bölke hatte für die geplanten Sanierungsarbeiten von rund 200 000 Euro mit seinem Ortschaftsrat eine Bürgschaft über mehrere tausend Euro an Eigenleistungen abgegeben. Im Gegenzug erwarteten die Langenreichenbacher, dass sich das Kirchspiel Schildau, zu dem die Langenreichenbacher Kirchgemeinde gehört, zum Vorhaben bekennt, finanziell beteiligt und auch kirchliche Förderungen versucht zu nutzen.

Was anfangs geregelt schien, hat nun nach Beratungen auf beiden Seiten Fragen aufgeworfen. Fragen, die dazu geführt haben, dass noch keine Entscheidungen beim Kirchgemeinderat getroffen werden konnten. Andererseits beharrt der Ortschaftsrat auf ein Bekenntnis der kirchlichen Seite zum Erhalt der denkmalgeschützten ehemaligen Pfarrei.

Entscheidung im Juni?

„Zu unserem letzten Gemeindekirchenrat war nur ein Langenreichenbacher Vertreter von möglichen vier bei unserer Beratung dabei. Deshalb haben wir eine Entscheidung auf unsere nächste Zusammenkunft am 21. Juni vertagt“, sagt der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates des Kirchspiels Schildau Matthias Schulze. Es reiche nicht, das Gebäude zu sanieren. Es müssen anschließend auch mit Leben erfüllt werden. Zudem müsse auch klar sein, wer es betreut, wer Anlagen in Schuss hält. „Als Gemeindekirchenrat haben wir die Pflicht, sehr sorgsam mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln umzugehen. Wir sind nicht gegen das Vorhaben“, so Schulze. Aber bei solch einem Umfang müsse zuvor klar sein, was nach der Sanierung kommt, was wer nutzt und wer was leistet. Für Außenstehende dürfe zudem auch nicht der Anschein entstehen, dass mit der Sanierung nur ein Schandfleck im Ort beseitigt werden soll. Schulze hofft, dass alle Beteiligten zu einer tragfähigen Lösung für alle gelangen.

Das Konzept für das Begegnungshaus Heide-Pfarre sieht unter anderem vor, im Erdgeschoss Räume für die kirchliche Gemeindearbeit zu schaffen. Der Ortschaftsrat wünscht sich unter anderem einen Raum, der Platz für Bewegungsangebote für die Mädchen und Jungen aus der benachbarten Kita hätte und auch von anderen Gruppen im Ort wie der Mini-Feuerwehr oder den Klöppelfrauen mitgenutzt werden könnte.

Von Bärbel Schumann

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