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Eilenburg Hänger über Hänger bei Hengers
Region Eilenburg Hänger über Hänger bei Hengers
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23:00 07.08.2011
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. Die dreitägige Veranstaltung ist eines der größten Pferdesportspektakel in der Region.

Es ist eigentlich kaum zu glauben: Gudrun Henger hat Angst vor Pferden. Zeit ihres Lebens saß die 57-Jährige noch nie im Sattel, weder in Sprung-, noch in Dressurausführung. Auch der Berührung der edlen Vierbeiner geht sie lieber aus dem Weg. Dennoch ist Pferdesport ihre Leidenschaft. Ansonsten würde die Verkäuferin für das heimische Turnier der Reitsportabteilung wohl kaum ihren Jahresurlaub opfern.

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Grund für die auf den ersten Blick unübliche und unerklärliche Pferdeverbundenheit ist Sohn Daniel. Der 36-Jährige fühlt sich seit Kindesalter auf den Rücken der Vierbeiner zu Hause, besitzt mittlerweile „18 bis 20" – Zitat Gudrun Henger – Exemplare der Einhufer. Er züchtet sogar selbst, betreibt die Arbeit mit den Tieren dennoch nur als Hobby. Ebenso wie Frau Mama. Die agile Dame investierte in diesem Jahr 14 Tage in den Event inklusive Vorbereitung. Aktuell 27 Vereinsmitglieder standen ihr dabei zur Seite.

Teilnehmer aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen hatten sich mit ihren Vierbeinern in die Teilnehmerlisten eingetragen. Am Ende standen 20 Sieger in den verschiedenen Prüfungen fest. Auch die Gastgeber gingen nicht leer aus. Daniel Henger sicherte sich den Sieg beim Springen in der Klasse L am Sonnabend. Für den jungen Mann keine Selbstverständlichkeit. „Es ist besonders schön, zu Hause zu gewinnen", gab der Lokalmatador zu Protokoll.

Eines dürfte dem Laien beim Besuch in Mörtitz schnell bewusst geworden sein: Pferdesport lässt nur wenig Zeit für Verschnaufpausen. Striegeln und Putzen vor dem Ritt, Versorgung und Pflege von Tier und Material nach der Prüfung. Bei mehreren Auftritten am Tag – auch in Mörtitz durchaus üblich – eine tagesfüllende Angelegenheit. Zumal der gemeine Reiter ein Frühaufsteher sein muss. Wettkampfstart um 8 Uhr ist Normalität. Auch beim LSV. Finanzieren können sich die Teilnehmer des Mörtitzer Wettkampfes ihr naturverbundenes Hobby im Übrigen nicht mit dem Sport selbst. Für das M-Springen (zweithöchste Kategorie und hochrangigste Prüfung in Mörtitz) gab es ein Preisgeld von etwa 80 Euro für den Sieger. Damit ist gerade einmal eine halbwegs vernünftige Reitkappe abgedeckt. Die Amateure reisen trotzdem so zahlreich an, weil hier eines der wenigen großen Turniere der Region die Chance zum sportlichen Vergleich unter Gleichgesinnten bietet. Ohne das ehrenamtliche Engagement von Familie Henger und ihrer LSV-Crew wäre das undenkbar. Der 2012er-Termin steht schon: das erste Wochenende im August.

Daniel Kaiser

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