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Eilenburg Hässliche Mauer soll bis Oktober verschwinden
Region Eilenburg Hässliche Mauer soll bis Oktober verschwinden
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15:28 17.07.2015
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Diese verschandelt seit Ende März die idyllische Siedlung (wir berichteten). Die Differenzen links und rechts des Betonmonstrums sind damit aber noch nicht beigelegt. Denn neben dem Rückbau der 2,50 und 3,30 Meter hohen Betonelemente - es handelt sich dabei um Teile eines ehemaligen Silos - ist zu klären, in welchem Umfang in dem Wohngebiet Lärmbelästigungen geduldet werden müssen. Das Problem hat damit außerdem die Immissionsschutzbehörde im genannten Haus der Kreisverwaltung auf dem Tisch. Dort war zu erfahren, dass es sich bei dem umstrittenen Terrain um ein sogenanntes Mischgebiet, sprich, Raum für Wohnen und Arbeiten, handelt, und damit mehr zumutbar sei, als in einem reinen Wohnviertel.

Nachdem die Verursacher des Dilemmas angehört wurden, hatte die Bauordnungsbehörde außerdem recherchiert, dass die Mauer-Erbauer ein Gewerbe im Nebenerwerb für Garten- und Landschaftsbau sowie Baumfällarbeiten angemeldet hätten. Was damit möglich ist, müsse im Detail erst noch geprüft werden, ergänzte dazu der Immissionsschutz. Herbert Menzel und seine Frau Leontine sowie Bärbel und Werner Zimmer, die mit Menzels ein Doppelhaus teilen, sehen sich in ihrem Widerstand gegen die unschöne, schmutziggraue Wand, die die Nachbarn quasi ohne Vorwarnung mit schwerer Technik an der Grundstückgrenze errichten ließen, zunächst bestätigt. "Wir lassen uns erst einmal das Protokoll der Anhörung im Bauordnungsamt schicken, damit wir was in der Hand haben", so Herbert Menzel.

Darin dürfte, so die Bauordnungsbehörde, dann auch vermerkt sein, dass die Nachbarn bereit sind, den geräuschintensiveren Teil ihres Gewerbes weiter in Richtung Südallee zu verlegen. Für die Umbauarbeiten - unmittelbar an der Mauer sind inzwischen auch Holzstapel gewachsen - benötige die Nachbarfamilie allerdings die Zeit bis Oktober, weil der Inhaber des Gewerbes die Woche über auf Montage sei und nur am Wochenende dafür Zeit habe. Übrigens auch für die Ausführung von Holzarbeiten, mit denen auf dem Grundstück in der Nachbarschaft des Hauses Menzel/Zimmer vier private Holzfeuerungsanlagen beschickt würden.

Menzels nahmen das mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis und bleiben bei ihrer Auffassung, dass in der Siedlung Gewerbe mit einem Geräuschpegel, der mit dem Lagern und Bearbeiten von Holz erzeugt wird, nicht zulässig ist. Die Siedler wissen zudem den Ortschaftsrat an ihrer Seite. Bis alles bereinigt ist, wird den Beschwerdeführern wohl nichts anderes übrigbleiben, als über die Belästigungen weiter ihre Statistik zu führen und im schlimmsten Fall bei der Polizei Anzeige zu erstatten.

Karin Rieck

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