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Eilenburg Hainicher Weg zwischen Eilenburg und Zschepplin: Fahrvergnügen mit Hindernissen
Region Eilenburg Hainicher Weg zwischen Eilenburg und Zschepplin: Fahrvergnügen mit Hindernissen
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06:00 18.09.2017
Bei Fahrten entlang der Mulde – ob auf Rad oder mit dem Boot – gibt es reizvolle Ecken zu entdecken, wie hier bei Eilenburg, Richtung Mörtitz. Quelle: Michael Seidel
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Zschepplin/Eilenburg

Der knapp zwei Kilometer lange Hainicher Weg, der den Eilenburger Ortsteil Hainichen mit Zschepplin verbindet, lädt schon wegen seiner Streckenführung durch die Muldenaue zum Radfahren ein.

Grobes Material schmälert Fahrvergnügen

Doch es gibt eine Dreiteilung. Während der hervorragende Zustand des Weges im mittleren Drittel (im Bereich des Waldstückes „Kleiner Tiergarten“) dazu verleitet, einen Gang hochzuschalten, wird das Fahrvergnügen im ersten und letzten Drittel, und damit direkt bei Hainichen und bei Zschepplin durch das darauf liegende grobe lose Material erheblich geschmälert.

Dabei wurde der gesamte Hainicher Weg erst Ende 2015 bis Anfang 2016 für etwa 200 000 Euro aus Hochwasserschadensbeseitigungsmitteln saniert.

Bernd Knoblich, der für die Gemeinde Zschepplin die Schadensbeseitigung koordiniert, erklärt: „Die ehemals, lediglich wassergebundene Wegdecke wies nach der Juni-Flut 2013 sehr viele und tiefe Löcher aus. Die wassergebundene Decke konnte der Überströmung nicht standhalten.“

Asphaltierung kommt nicht in Frage

Eine Asphaltierung sei aber aus Naturschutzgründen nicht in Frage gekommen. Als Kompromiss zwischen den Ansprüchen des Naturschutzes und der Nachhaltigkeit habe man sich auf eine hydraulisch gebundene Tragdeckschicht geeinigt. Dass diese funktionieren kann, so der Landschaftsarchitekt, zeigt sich nicht nur am Mittelstück, sondern beispielsweise auch an der Pflaumenallee in Glaucha.

Allerdings habe die Tragschicht des Hainicher Weges überall dort, wo sie unmittelbar nach der Fertigstellung extremer Sonneneinstrahlung ausgesetzt war, Schaden genommen. „Der Weg steht deshalb unter Beobachtung“, erklärt Bernd Knoblich. Als Erste-Hilfe-Maßnahme habe die Baufirma jedenfalls das grobe lose Material inzwischen bereits mehrfach abgekehrt. „Gemeinsam“, so Bernd Knoblich, „wollen wir aber bis zum Ablauf der Gewährleistungspflicht im Jahre 2021 auch noch nach einer endgültigeren Lösung suchen.“

Von Ilka Fischer

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