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Eilenburg Hangsicherung: Bergstraße weiter halbseitig gesperrt
Region Eilenburg Hangsicherung: Bergstraße weiter halbseitig gesperrt
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15:22 06.01.2010

. Die für Ende Dezember angekündigte Freigabe wurde jetzt auf Ende Juni verschoben. Dem Thema nahm sich nun auch die LVZ-Online-Redaktion an, die auf Eilenburgs Straßen und im Rathaus auf Stimmenfang ging.

Das Thema Hangsicherung ist seit Monaten Dauerbrenner in den Amtsstuben. Akut ist das Ganze seit April, als es, so Oberbürgermeister Hubertus Wacker (SPD) „im Bereich der Kirche und des Friedhofes Erscheinungen gab, die den Verdacht nahelegten, dass dort der Hang rutschen könnte.“ Ein Statiker habe wenig später diese Beobachtungen untermauert und festgestellt, „dass der Hang in diesem Bereich keine Standsicherheit hat.“ Nach Ende der Frostperiode hatten sich verstärkt Erdbrocken gelöst.

Für die Kollegen des Video-Teams der LVZ-Online-Redaktion war dies ein Grund, jetzt mit Kamera und Mikrofon dieses Thema für die Nutzer des World Wide Web aufzuarbeiten und die Eilenburger auf der Straße zu Wort kommen zu lassen. Das Verständnis für die gesperrte Straße hält sich bei den Anwohnern in Grenzen. Rund zehn Minuten mehr brauche er täglich auf seinem Weg von und zur Arbeit, monierte ein Berufspendler. Eine Passantin sagte: „Es ist fürchterlich, das ist wirklich nicht normal. Ständig muss man außen rumfahren.“ Auch eine andere Anwohnerin, die auf dem Marktplatz befragt wurde, sah vor allem die Kraftfahrer als Opfer der Sperrung, vor allem jetzt, wo „die Straßen zum Teil kaum vom Schnee beräumt sind.“

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Aussagen, wann es eine Lösung des Problems gibt, konnte auch Wacker beim Vor-Ort-Dreh in seinem Amtszimmer nicht geben. Zweifel an der Notwendigkeit hatte er in der Vergangenheit nie aufkommen lassen. Priorität habe zunächst die Hangsicherung, die mittels Stütz- und Sicherungselementen erreicht werden solle. „Der Straßenbau in der Marienstraße ist eigentlich erst eine Folgemaßnahme, die im Anschluss erfolgt.“ Finanziert werde das Millionen-Projekt, wie vom Stadtrat im Oktober beschlossen, über den Fonds für Städtebauliche Entwicklung, der eine Kostendrittelung vorsehe. Demnach übernehme die Kirchgemeinde, der das betroffene Grundstück gehöre, den nötigen kommunalen Eigenanteil in Höhe von 233.333 Euro. Die Stadt wird zehn Prozent der förderfähigen Gesamtsumme, also voraussichtlich 100.000 Euro übernehmen. Zwei Drittel, ingesamt 666.000 Euro, kommen jeweils zur Hälfte von Bund und Land. Der Entwurf des neuen Haushaltes jedenfalls enthält die notwendigen Eigenmittel der Muldestadt. Anfang Februar entscheiden die Stadträte, ob das Geld eingestellt wird.

Kathrin Kabelitz und Heike Liesaus

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