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Eilenburg "Heideglück" hat doppelt Glück auf Muldewiesen
Region Eilenburg "Heideglück" hat doppelt Glück auf Muldewiesen
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14:13 19.05.2015
Hauptakteure: Punktrichter Steffen Skiba (Waldenburg), Hüter Winfried Weinhold (Riesa), Klaus Beggel (Sprotta), Richter Thomas Muche (Rietschen), Hüter Enrico Adler (Markneukirchen) und Michael Schulze (Eilenburg). Richter Hanno Franke ist nicht auf dem Foto. Quelle: Frank Pfütze
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Eilenburg

Die beiden Schäfer der gastgebenden Agrargenossenschaft "Heideglück" Sprotta verwiesen Winfried Weinhold (70,5 aus Riesa) und Enrico Adler (64,5 aus Markneukirchen) auf die Plätze.

Michael Schulze sprach nach dem Sieg von einem "nicht optimalen" Wettkampf. Der Eilenburger ging auch mit seinen beiden dreijährigen Altdeutschen Schäferhunden ins Gericht, obwohl Jack und Ackzel für die beste vierbeinige Leistung von den Richtern ausgezeichnet wurden. Grund: Das Treiben über das Verkehrshindernis hat nicht gut geklappt. Da ist der Hund außen und nicht zwischen Auto und Herde gegangen. Dennoch fiel der Sieg deutlich aus. "Ansonsten bin ich zufrieden mit dem ersten Platz. Aber es geht immer noch ein bisschen besser", so Schulze. Die Leistung der Hunde ist wichtig, wie der Wettkampf zeigte. Die beiden heißen Hündinnen Alice und Cherry von Enrico Adler zeigten mehr Aufmerksamkeit für die Rüden als für Schäfer und Schafe. Vor allem Cherry ließ damit einige Punkte liegen.

Mensch und Tier demonstrierten auf dem Gelände die Arbeitstechniken, mit denen die Wiesen gepflegt werden. 115 Punkte waren insgesamt zu erreichen. Bewertet wurden auch der Hütetrieb, das Gehorsam, die Selbstständigkeit und Furche halten der Hunde. Die Hüter mussten die Herde über eine abgesteckte Fläche treiben. Mal durch enges Gehüt, mal auf einer simulierten Straße mit Autoverkehr und auch über eine Brücke. Mit dem Einstallen endete der fast einstündige Vorgang. Wie Marionetten an Strippen funktionierten fast alle Hunde. Da wurde auch mal ein Schaf am Fell gegriffen. "Die merken genau und ganz schnell, wenn der Hund zu lasch ist und nutzen das aus", erklärte Richter Thomas Muche. Als erster ging der mehrfache Deutsche Meister Winfried Weinhold an den Start. Für den Laien lieferte er einen perfekten Wettbewerb ab. "Dort fressen die Schafe außerhalb der eingegrenzten Fläche, da müsste der Hüter reagieren, das gibt Abzüge", entdeckte der Punktrichter Fehler. Am Ende reichte es für den Riesaer zu Platz drei. "Das war nicht ideal. Mein Haupthund war zu schnell, der Beihund zu langsam. Liegt wohl an der Hitze", fasste Winfried Weinhold zusammen. Die Gastgeber machten es besser. Hüteleiterin Regina Walther lobte am Ende einen Wettbewerb mit "sehr guter Qualität. Die Herde war gut eingehütet und vorbereitet, sie ist ohne große Anstrengungen den Schäfern gefolgt. Die Hunde hatten wenig Arbeit, das haben wir schon anders erlebt".

Erfreulich viele Zuschauer fanden den Weg auf die abgelegene Wiese, gut vier Kilometer vom Abzweig Muldebrücke entfernt. Grillen zirpten, es duftete nach Heu, Schafen und Gegrilltem, kalte Getränke flossen und Broiler drehten ihre Runden am Spieß. Sogar Händler waren angereist. Neben Hüten, Stöcken, anderem Schäferzubehör und Wolfsschutzzäunen gab es auch Schafskäse zu kaufen, warb der Verein Dübener Heide für sich und das Kettensägen-Festival am nächsten Wochenende (26./27. Juli )in Tornau.

Eilenburgs Oberbürgermeister Hubertus Wacker (parteilos) und Lothar Beier aus dem Landwirtschaftsministerium ehrten die Teilnehmer, übergaben Pokale und Urkunden an den Sieger und die Platzierten. © Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.07.2014
Frank Pfütze

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