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Eilenburg Heißes Wochenende zum150. Feuerwehrgeburtstag
Region Eilenburg Heißes Wochenende zum150. Feuerwehrgeburtstag
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17:36 05.05.2013
Geschichtsträchtige Technik: Mit einer solchen Feuerwehrspritze rückten die Kameraden früher zum Löschen aus. Quelle: Thomas Jentzsch

Dirk Maron als Wolfgang Petry-Double nahm es am Freitagabend vorweg: "Das ist Wahnsinn." Der Hit des Schlagersängers passte für den ganzen Abend. Denn schon ab 18 Uhr kannten die Eilenburger nur ein Ziel: die Festwiese in der Kastanienallee. Die Moderatoren Mathias Gürke und Hendrik Zellmann hatten spätestens ab 21 Uhr voll zu tun, die Massen auf die sich abwechselnden Höhepunkte zwischen Rockmusik und Tanz auf der Brücken- und der Wiesenbühne auszurichten. Denn einfach Hin- und Herschlendern ging irgendwann nicht mehr. "Da hilft einfach immer nur umdrehen", so Zellmann. Ab 22 Uhr drängten sich die Besucher nicht nur auf der Wiese, sondern auch auf der Muldebrücke. Alle wollten die Pyroshow von Feuerwerk-Sachsen, die teilweise mit Musik unterlegt und von den Tanzgruppen Eilenburg bebildert wurde, nicht verpassen. "Rund 60000Schuss sind es über den Abend verteilt", informierte Gürke. Das reichte für ein Spektakel, das lange in Erinnerung bleiben wird und bei dem es nur einen Makel in einer ureigenen Feuerwehrstärke gab: beim Löschen. Die drei Getränkewagen erwiesen sich für den Durst der Massen als viel zu wenig.

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Nur bei einigen auf der Brücke, die trotz der Ankündigungen ein durchgängiges Feuerwerk erwartet hatten, kam das Konzept in der kalten Mainacht nicht an. Sie hörten die Musik nicht und wollten bei den bis Mitternacht verteilten Fortsetzungen nicht ausharren.

Alle Anhänger von Feuerwehruniformen und -gerät kamen am nächsten Tag auf ihre Kosten. Kurz vor 9.30 Uhr ertönten die Signale des Eilenburger Fanfarenzuges. Dieser führte ebenso wie Musiker aus Hirschfeld, Audenhain und Böhlitz-Collmen die Eilenburger und die Delegationen befreundeter Feuerwehren aus vier Himmelsrichtungen zum Markt, auf den alle zum Festappell einschwenkten. Blas- und Marschmusik hatten die Lufthoheit über dem Platz bis in die späten Nachmittagsstunden, passend zur historischen Feuerwehrtechnik. Diese zog dann quasi als rollendes Museum an den zu Hunderten an den Straßenrändern Versammelten vorbei: von Löscheimer und Feuerpatsche über die in der Gründungszeit der Wehr angeschafften Wagenspritzen bis hin zur Drehleiter, die 2011 im Depot einrollte. "Das ist ja fast spannender als der Rosenmontagsumzug", schätzte eine Zuschauerin ein. Die beeindruckendsten Stücke, Fahrzeuge mit Leitern, 18 bis 26 Meter lang, standen dann quasi als Stargäste vorm Rathaus. Den Schlusspunkt setzte am späten Nachmittag die Jugendfeuerwehr: Beeindruckend brannte das liebevoll gebastelte Papphaus. Und so schnell, dass das Wasser aus den historischen Spritzenwagen zum Gaudium der Umstehenden viel zu spät kam.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.05.2013

Heike Liesaus;Ilka Fischer

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