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Heller Asphalt - damit es Kröten nicht zu heiß wird

Heller Asphalt - damit es Kröten nicht zu heiß wird

Stürmisch ging es jetzt bei der Bauabnahme des Radweges vom Zscheppliner Ortsteil Glaucha nach Bad Düben zu - aber nur aufgrund der Witterung. An den Arbeiten selbst gab es nichts zu bemängeln.

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Eine weitere Maßnahme der Hochwasserschadens-Beseitigung ist beendet: Planer Bernd Knoblich (Dritter von links) mit Vertretern der Gemeinde Zschepplin, der Talsperrenverwatung und der Baufirmen.

Quelle: Heike Liesaus

Zschepplin. Das Projekt hat überregionale Bedeutung. Gehört der Abschnitt doch zum Mulderadweg. Radler wiederum hätten es bei diesem Wind sicher schwer gehabt, ansonsten dürfen sie jetzt über eine glatte Asphaltpiste rollen. Der Belag wurde aufgehellt, um querenden Kröten und Schnecken bessere Bedingungen zu bieten. Denn dunkler Asphalt heizt sich im Sommer mehr auf. Neben dem zwei Meter breitem Band sind Lochplatten verlegt. Ebenfalls eine Forderung des Naturschutzes. Die Hoffnung: Der huckelige Belag soll Pkw-Fahrer von der Nutzung abhalten.

Damit ist eine der Hochwasser-Maßnahmen in der Gemeinde Zschepplin abgeschlossen. Nachhaltig sollte die Ausführung sein. Das war ein Kriterium zur Vergabe der 100-prozentigen Förderung. Immerhin kostet das 1,7 Kilometer lange Wegstück, an dem auch 18 Bäume gepflanzt wurden, zirka 217 000 Euro. Vorher war der Abschnitt mit sandgeschlämmter Schotterdecke ausgeführt. Diese fand sich nach dem Hochwasser 2013 auf dem Feld nebenan wieder. "Auf der gesamten Länge war nur die Schottertragschicht nackt und lose an Ort und Stelle geblieben", beschreibt der Zscheppliner Planer Bernd Knoblich die damalige Situation.

Das Stück von der Bundesstraße 107 bis zum Beginn des Weges ist wieder sandgeschlämmt. "Denn dieser Bereich wird noch einmal angefasst, wenn der Polder Löbnitz errichtet wird. Hier soll ein Einlaufbauwerk hin." Es ist also damit zu rechnen, dass auch das Stück Radweg immer mal wieder kontrolliert geflutet wird, es muss also Wassermassen standhalten können. Und auch die Landestalsperrenmeisterei war deshalb in die Radwegplanungen einbezogen. "Sie musste ja auch ihr Okay für die Baumpflanzungen geben", erklärt Knoblich. Sehr hilfreich sei auch die Zusammenarbeit mit der Unteren Wasserbehörde des Landratsamtes Nordsachsen gewesen, die immer im Boot ist, wenn es um Bauwerke in der Muldeaue geht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.12.2014
Von Heike Liesaus

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