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Eilenburg Hexen tanzen in Eilenburg und in Görschlitz ist der Teufel los
Region Eilenburg Hexen tanzen in Eilenburg und in Görschlitz ist der Teufel los
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15:06 01.05.2018
Wo treffen sich die Görschlitzer Hexen? Natürlich am Hexenstein. Quelle: Heike Nyari
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Eilenburg/Görschlitz

In Görschlitz sind die Hexen los, in Eilenburg auch. Es ist Walpurgisnacht in der Region und da haben die schaurigen Gestalten das Sagen. Das war wieder ein Mords-Spaß mit den Görschlitzer Hobby-Hexen, die ihrem Publikum ein unterhaltsames und humorvolles Programm servierten. Übrigens hat sich mittlerweile ein Teufelchen zwischen die Hexen gemogelt, der nicht nur im Theaterstück auf der Bühne mitspielte, sondern auch mit den schwarzbunten Frauen den Hexentanz aufführte. Das „Hexenfest“ beruht auf einer wahren Geschichte um Elisabeth Mann. Im ausgehenden 17. Jahrhundert war sie in dem Heidedorf als Hexe verschrien. Obwohl Elisabeth Mann immer ihre Unschuld beteuerte, wurde sie grausam gefoltert und starb laut Überlieferungen an den Folgen im Jahre 1699. Andere Quellen hingegen berichten von 1669 als Todesjahr. Auf alle Fälle geschah es auf der Burg Düben im Verlies, wo noch heute ein Raum im Burgturm als „Hexenkeller“ an dieses Ereignis erinnert. Das Programm, das die Görschlitzer Hexen seit Wochen vorbereitet haben, steht unter dem Motto „Wer einmal stiehlt, dem glaubt man nicht, drum gibt es keine Gnade – die Hexen müssen vor Gericht, gefesselt bis zur Wade“.

In Eilenburg tanzen die Hexen ums Feuer, in Görschlitz ist der Teufel los. Impressionen von der Walpurgisnacht in Eilenburg und Görschlitz.

Gefeiert wurde auch in Eilenburg

Jung und Alt, Groß und Klein, Hexen und Zauberer feierten traditionell mit dem Eilenburger Burgverein auch hoch auf dem Berg der Muldestadt die Walpurgisnacht. Hunderte Besucher ließen sich am Montagabend das Spektakel mit Tanz, Musik, loderndem Hexenfeuer und Gruselgeschichten im Sorbenturm nicht entgehen. Das traditionelle Fest am Vorabend des 1. Mai hat eine lange Vorgeschichte. Mit dem Tanz in den Mai wurde der Heiligsprechung der Äbtissin Walburga gedacht. Aber auch der Schutz vor bösen Hexen und deren Vertreibung mit einem loderndem Feuer immer am 30. April war vor vielen Hundert Jahren ein wichtiger Volksbrauch. Heute wird diese Nacht auch bei modernen Hexen als Beltane-Fest gefeiert. Hier bedeutet es Anfang der schönen Jahreszeit, Beginn des Wachstums in der Natur, Zunahme der Kraft, Energie und Liebe.

Spaß stand im Vordergrund

Für die Eilenburger stand jedoch der Spaß im Vordergrund. Freunde treffen und bei Speis und Trank den Abend genießen. Michael Sittner schmiedete am heißen Feuer und lies auch einmal die Besucher den Hammer schwingen. Die Mitarbeiterinnen des Mehrgenerationenhauses verzauberte mittels Schminke die kleinen Besucher in Feen Teufel und vieles mehr. Auf der Bühne zeigten die Eilenburger Tanzgruppen ihr Können während die schaurigen Hexen Steffi Prätz und Heike Jüttner Gruselgeschichten erzählten und Hexenkuchen im Anschluss reichten. Für einen tollen Ausklang entführten die Ritterbrüder und Spontan-Akustik die Gäste musikalisch querbeet durch die moderne Musiklandschaft.

Von Anke Herold und Heike Nyari

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