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Eilenburg Hexen ziehen Hunderte auf den Eilenburger Berg
Region Eilenburg Hexen ziehen Hunderte auf den Eilenburger Berg
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17:11 19.05.2015

"Wir organisieren das Reginenfest und den Stammtisch. Aber unseren Mitgliedern ist die Walpurgisnacht wahrscheinlich am liebsten." Das schätzten Burgvereinschefin Steffi Schober und Schatzmeisterin Kati Skowronek vor dem Auftakt des Festes ein und freuten sich zudem, dass die Baufirma, die derzeit an der Straße Schlossberg arbeitet, nicht allein den Zugang zum Burgareal ermöglichte, sondern auch dem Verein noch geholfen hatte, das Equipment auf die Festwiese zu bringen. "Alles ist entspannt. Hier treffen sich Leute, die sich lange nicht gesehen haben und gerade diesmal, nach dem langen Winter, ist es ein richtiger Auftakt in den Frühling." Der war dann auch laut zu hören. Standböller und Haubitzen der Doberschützer Schwarzpulverkanoniere sorgten für Krawumm und lenkten die Aufmerksamkeit auf die offizielle Eröffnung. Wenig später wurde die Bühne fürs Laientheater freigegeben, hatte das Stück Funny und Ernst Premiere, kämpfte Teenager Saskia mit ihrer mal mehr mal weniger dem leidigen Lernen zugewandten Seite. Da wurden auch schon die ersten Knüppelkuchen am Feuer bei Frank Eilemann, Ramona Enko und Dietlind Losleben gebacken. Letztere, zwar Ex-Eilenburgerin, aber immer noch Mitglied im Burgverein, war extra aus Berlin angereist. Dahinter sammelten sich die Kinder am Eingang zum Hexenspiele-Parcours, den Birgit Müller als Wahrsagerin bewachte. Nebenan rührten Heidi Wawersik und Steffi Prätz an ihrer Hexensuppe, es loderte das Schmiedefeuer. Der Astronomieverein Altair hatte seinen Stand nicht allein auf dem Festareal, sondern auch Fernrohre auf dem Sorbenturm aufgebaut. So konnten die Festbesucher, bevor es dunkelte, bis nach Bad Düben und Wurzen gucken. Für Sterne war's dann leider zu bewölkt.

Zwei Etagen unter der Aussichtsplattform versammelte Stadtbibliothekarin Silke Altmann kleine Zuhörer um sich, las ihnen niedlich-gruselige Hexengeschichten vor. Für die Großen gab es sogar echten Hexentreibstoff, 35-prozentig und extra für den Burgverein kreiert. Dirk Lippmann brachte ihn - die Einnahmen kommen natürlich dem Verein zu Gute - in winzigen Fläschchen unter die Feiernden, die inzwischen zu Hunderten das Areal bevölkerten. Die Tanzgruppen indessen brachten die Bühne zum Beben, da wirbelten nicht allein putzige Glücksbärchis und romantische Tänzerinnen, sondern auch Hiphopper und natürlich Hexen über die Bretter. Später in der Dunkelheit umrahmte Feuerwerker Peter Schönberger die Bewegungen sogar mit Lichtfontänen. Auch der Fanfarenzug fehlte nicht: Er gab das Signal zum Zünden des riesigen Holzhaufens, der fürs Mai-Feuer aufgetürmt war - und der trotz des andauernden Nieselregens lodernd bis nach Mitternacht flammte.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.05.2013

Heike Liesaus

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