Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg Hochwasser: Eilenburger THW-Kameraden sind vor Ort
Region Eilenburg Hochwasser: Eilenburger THW-Kameraden sind vor Ort
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:21 19.05.2010
Anzeige

. Wie berichtet, hatten sich am Dienstagnachmittag sieben Kameraden des Technischen Hilfswerkes Eilenburg vom Depot in der Muldestadt aus auf den Weg gemacht. „Sie sollen sich derzeit irgendwo zwischen Opole und Krakow aufhalten und sich dort im Laufe des Vormittags ein Bild von der Lage vor Ort gemacht haben", so Hans-Jörg Kamprath am Nachmittag auf Nachfrage dieser Zeitung. Gegen

6 Uhr am Morgen waren die sieben Helfer im Katastrophengebiet angekommen. Die seit Tagen andauernden massiven Regenfälle in den Ostteilen Mitteluropas hatten vor allem im Süden Polens zu Überschwemmungen geführt. Mehrere Hundert Menschen mussten bereits ihre Häuser verlassen.

Die Eilenburger gehören zu den vier Spezialeinheiten aus Deutschland, die auf Antrag der Europäischen Union vom THW entsendet wurden. Diese sollen in bewohnten Gebieten eingesetzt werden und die Behörden vor Ort bei der Flutbekämpfung unterstützen. Jede der Einheiten verfügt über eine Havariepumpe mit einer Leistung von

15 000 Litern. Das bedeutet: Ein mit etwa 500 Liter gefülltes Planschbecken ist innerhalb von knapp zwei Sekunden leer gepumpt. Außerdem sind zwei weitere Großpumpen mit einer Kapazität von 5000 Litern pro Minute an Bord. Die Geräte können auch in unzugänglichen Gebieten eingesetzt werden und sind auch dafür ausgelegt, Wasser über eine Entfernung von 1000 Metern zu pumpen.

Für die Eilenburger THW-Kameraden ist es der zweite Großeinsatz in diesem Jahr. Vor ein paar Wochen wurden sie zum Großbrand bei den Kreiswerken Delitzsch gerufen, um dort der Feuerwehr bei der Bereitstellung von Löschwasser zu helfen.

Der Einsatzauftrag war erst im Laufe des Dienstags in Eilenburg eingetroffen. Kamprath ist froh, dass die Kameraden kurzfristig von ihren Arbeitgebern freigestellt wurden, damit sie die Aufgaben im Katastrophengebiet wahrnehmen können. Bisher ist die Rede davon, dass sie acht Tage vor Ort helfen sollen.

ka/ots

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Glaucha . Heidrun Jentzsch, die Chefin der gleichnamigen Firma Raumdesign in Glaucha (Gemeinde Zschepplin), wohnt nah an einem alten Muldearm. Schon über viele Jahre beobachtet sie in der Nachbarschaft die Schwäne beim Nestbau.

19.05.2010

Eilenburg. Elf junge Menschen haben mit ihrer Konfirmation bei der Evangelischen Gemeinde Eilenburg einen wichtigen Schritt in das Leben der Erwachsenen getan.

18.05.2010

Hohenprießnitz. "Die Mauer muss weg!" - Der Ruf der Familien Menzel und Zimmer in Hohenprießnitz (Gemeinde Zschepplin) wurde erhört. Spätestens bis Oktober hat das Bauordnungsamt in der Eilenburger Außenstelle des Landratsamtes Nordsachsen deren Nachbarn im Bereich des Querweges/Südallee Zeit gegeben, die überdimensionale Trennwand abzubauen.

17.07.2015
Anzeige