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Eilenburg Hochwasserschutz: Glauchaer gründen Bürgerinitiative
Region Eilenburg Hochwasserschutz: Glauchaer gründen Bürgerinitiative
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15:45 19.05.2015
Thomas Hartmann und Mario Gräfe blättern durch die Satzung des neuen Vereins "Bürgerinitiative Glaucha 1349". Quelle: Nico Fliegner

Nicht nur der Weg ins kleine Muldedorf ist nach wie vor beschwerlich, weil die B 107 kaputt ist. Auch das Leben der Einwohner ist längst noch nicht das, was es vor dem Juni-Hochwasser einmal war. Fährt man durchs Dorf, sieht man zwar kaum noch Schäden. Aber die Häuser sind Baustellen. Überall stand das Wasser, auch bei Irene Zittlau. "Die Keller sind noch nass, man kann die Wände nicht putzen", erzählt die 77-jährige Ur-Glauchaerin. Trockner rattern, der Winter naht, bei vielen funktioniert die Heizung noch nicht. Andere haben Ärger mit der Versicherung. Geld, um die Schäden zu beseitigen, fließt nicht. Zuversicht herrscht dennoch, Optimismus macht sich allmählich breit - auch, weil die Leute mittlerweile an den richtigen Stellen in Behörden und Politik Gehör gefunden haben. Und weil sie unaufhörlich kämpfen - für einen Hochwasserschutz.

Im Landhaus Böhm kamen über 30 Einwohner am Freitagabend zusammen, um künftig noch mehr Stärke zeigen und für ihre Sache kämpfen zu wollen. Thomas Hartmann und Mario Gräfe, die "Vorkämpfer", luden zur Gründungsveranstaltung für eine Bürgerinitiative ein. Die wird als nicht eingetragener Verein von nun an am Start sein, nennt sich "Bürgerinitiative Glaucha 1349", die Jahreszahl steht für die Ersterwähnung des Ortes. Mitglied könne jeder werden, erläuterte Hartmann. Die Initiative will sich fortan neben dem Hochwasserschutz um ein menschenwürdiges Leben und eine positive Entwicklung des Dorfes kümmern.

Der Vorstand steht bereits. Ihm gehören Thomas Hartmann, Mario Gräfe Gudrun Weise, Candy Jentzsch, Christian Hegholz, Bärbel Frömmichen und Angelika Richter an. Jährlich soll es eine Mitgliederversammlung geben sowie nach Bedarf auch außerordentliche Zusammenkünfte.

Bereits am Abend sind die ersten Antragsformulare auf Mitgliedschaft verteilt worden. Am Wochenende wollte die Initiative losziehen und die Antragsdokumente an alle Haushalte verteilen. "Je mehr Leute mitmachen, desto besser", sagte Vorstandsmitglied Gudrun Weise. "Wir haben dann mehr Gewicht."

Die BI hat bereits Kontakte bis nach Dresden, liefert Informationen und fordert auch welche ab. Und sie baut auf die Unterstützung der Gemeinde, will deshalb schon morgen in großer Anzahl an der Ratssitzung teilnehmen. Denn nach 2002, dem Jahr der ersten Flut, hätten Gemeinderat und Verwaltung das Thema Hochwasserschutz verschlafen. Das soll nicht noch einmal passieren.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.09.2013

Nico Fliegner

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