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Hohenprießnitz: Atmaseva-Projekt nimmt Gestalt an

Hohenprießnitz: Atmaseva-Projekt nimmt Gestalt an

Hohenprießnitz. Atmaseva bedeutet "selbstloses Dienen". Seit Monaten sind Menschen aus Deutschland und Europa in Hohenprießnitz in der Gemeinde Zschepplin zu Gange, um mit ihrer Kraft, ihrem Wissen und ihrer Zeit zum Gelingen eines besonderen Projektes beizutragen: dem "Zentrum für Selbstloses Dienen".

Es ist auf dem Gelände des ehemaligen Rittergutes inzwischen über die theoretische Vorarbeit (wir berichteten) ein ganzes Stück hinaus. "Im ersten Bauabschnitt wird die Grundlage für das Atmaseva-Zentrum gelegt, einer Begegungsstätte mit großem Andachts- und Versammlungsraum, einem Aufenthaltsbereich, Garten und Gästeunterkünften sowie Begleitetem Wohnen für ältere und hilfebedürftige Menschen", heißt es in einer Dokumentation, die dieser Tage veröffentlicht wurde. Seit Frühjahr vergangenen Jahres, ist von Markus Heckenhahn, dem Vorsitzenden des Atmaseva-Vereins und Diplompflegewirt, zu erfahren, seien bei verschiedenen Arbeitseinsätzen in der ehemaligen Mensa des früheren Lehrlingswohnheimes über 300 Helfer gezählt worden die mindestens ein- oder zweimal im Monat für mehrere Tage mit angefasst haben, um das Projekt voran zu bringen. Begonnen wurde mit dem Herzstück, der Alma Mater, was übersetzt soviel "ehrwürdige nährende Mutter" bedeutet. "Mit der ehemaligen Mensa und späteren Kulturstätte haben wir ein Gebäude gefunden, das sich durch seine Lage und die Schönheit seiner Proportionen ganz hervorragend dafür eignet, zum zentralen Andachts-, Versammlungs- und Veranstaltungsraum des Vereins umgebaut zu werden", heißt es. Anlässlich des Tages des offenen Denkmals Mitte September sollen sich für Interessierte die Türen öffnen. "Schon vor zwei Jahren hatten wir beim Tag der offenen Tür viel Resonanz und freuen uns, dass uns der Ort und die Gemeinde bisher so positiv aufgenommen haben", so Heckenhahn.

Gemeinsam mit dem Architektenbüro Giersdorff in Zschepplin, mit Fachplanern, Landschaftsarchitekten, Baufachleuten in und außerhalb des Vereins wurde zunächst das Konzept erarbeitet. Die Fertigstellung der Alma Mater ist fürs erste Halbjahr 2015 geplant. Für Wohnhaus und Begleitetes Wohnen liegt inzwischen die Baugenehmigung vor.

Der gemeinnützige Atmaseva-Verein wurde 2011 mit dem Ziel gegründet, Menschen zu selbstlosem Dienen zu ermutigen. Unter anderem bei der Unterstützung alter, hilfebedürftiger und notleidender Menschen, unabhängig von Herkunft, Sprache, Kultur und Religion. Der Verein will außerdem in den Bereichen Jugendhilfe, Kultur und Bildung tätig werden, zur interkulturellen und interreligiösen Verständigung, zu Toleranz beitragen. Um diese Ziele umsetzen zu können, erwarb Atmaseva Anfang 2012 einen Teil des ehemaligen Rittergutes Hohenprießnitz. Mehr über den Verein und die Dokumentation über den ersten Bauabschnitt finden sich im Internet unter dem Stichwort Atmaseva. "Wer am Ende der Lektüre vielleicht mehr Fragen als Antworten hat - und das ist gut so! - fühlen Sie sich eingeladen, Ihre Fragen an uns zu richten", so Markus Heckenhahn.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.06.2014
Karin Rieck

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