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Eilenburg Hohenprießnitzer lassen es krachen
Region Eilenburg Hohenprießnitzer lassen es krachen
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14:09 19.05.2015
Die Geschwister Sophie (25) und Nils (20) Jakobs aus Hohenprießnitz sind mit Raketen, Böller und Batterien bestens für die Neujahrsbegrüßung ausgerüstet. Uwe Winkler (52, Mitte) hat nach dem verhaltenen morgendlichen Start alle Hände voll zu tun. Quelle: Wolfgang Sens

Alle Hände voll zu tun für diejenigen, die hinterm Ladentisch stehen. Das ist auch bei Uwe Winkler in Liemehna so, der sonst als Feuerwerker professionell für Leuchteffekte am dunklen Himmel sorgt.

Dieser Tage gibt es für ihn Verstärkung: Lebenspartnerin Claudia Müller und Tochter Paula helfen ebenso mit wie der Freund aus der Schulzeit, Werner Hoffmann. Montag in den Morgenstunden aber sah es erst etwas flau aus: Der Wintereinbruch, der Winkler einerseits beim Schneeschaufeln ins Schwitzen gebracht hatte, bewirkte andererseits, dass die Feuerwerk-Fans lieber abwarteten, bis die Räumdienste das Weiß von den Straßen gefegt hatten. "Mit 50 bis 60 km/h kommt man schon ganz gut durch." So war Peter Maiwald aus Eilenburg als einer der ersten beim Händler angelangt. Mit einem Zettel in der Hand, der das Duplikat des Bestellscheins war. Denn ihre Silvesterwünsche hatte die Familie im Vorfeld aufgeschrieben. "Meine Eltern, mein Bruder und ich haben gemeinsam bestellt. Je nachdem, was wir beim Schaufeuerwerk für gut befunden hatten. Wir teilen dann", erklärt Maiwald, während Winkler das Paket vor ihn stellt. Entsprechend der Bestellungen hatte er die Wunderwerke zusammengepackt. Zum Glück war diesmal alles rechtzeitig eingetroffen. "Sonst sind Waren manchmal noch im Hamburger Hafen oder ganz auf dem Meer."

Am zweiten Weihnachtstag hatte Winkler angefangen, alles einzusortieren. Besonders gefragt waren erneut Batteriefeuerwerke. Da ist mal von Silberwirbeln, Feuer-Bouquets in Chrysanthemen-Form und eleganten Farb-Effekten in Rot, Grün und Blau die Rede. Aber auch neuartig tönende Pfeifenbatterien und 360-Grad-Fächer, die nach allen Seiten sprühen, hätten die Herzen erobert.

Manch einer musste sich schon Heiligabend über erste Böllergeräusche ärgern. Auch Uwe Winkler hat dafür wenig Verständnis. "Solche Leute machen uns das Leben schwer. Das geht dann gegen die Pyrotechnik." Naturgemäß kann er mit dem Slogan "Brot statt Böller" wenig anfangen: "Ich würde mal das Motto 'Böllern statt Krieg' einführen. Meinetwegen mit einem Euro Spende pro Batterie."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.12.2014
lis

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