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Eilenburg Hohenprießnitzer wehren sich gegen Betonwand am Grundstück
Region Eilenburg Hohenprießnitzer wehren sich gegen Betonwand am Grundstück
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18:05 10.05.2010
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. Hier erregt zurzeit eine Betonwand die Gemüter, die zwar eine ganze Nummer kleiner ist, als die verdächtig ähnliche historische Parallele in Berlin. Die Funktion der Trennwand, die bereits seit Ende März im Querweg Nachbarn verärgert, lässt dagegen eher Erinnerungen an den seinerzeit kaum minder medienträchtig vermarkteten Knallerbsenstrauch aufkommen.

Bei den zwischen 2,50 und 3,30 Meter hohen Betonelementen handelt es sich vermutlich um Teile eines ehemaligen Silos, das in der früheren Hohenprießnitzer Tierproduktion verwendet wurde. Herbert Menzel, der 20 Jahre Abteilungsleiter in der örtlichen Pflanzenproduktion war, kennt sich aus mit solchen Sachen. Jetzt ärgern sich der Rentner, seine Frau Leontine sowie Bärbel und Werner Zimmer, die mit Menzels ein Doppelhaus teilen, nur noch über die unschöne, schmutziggraue Wand, die die Nachbarn quasi ohne Vorwarnung mit schwerer Technik an der Grenze zu den Grundstücken daneben errichten ließen. Dass der Blick aufs Wohn- und Gewerbegelände nebenan so rigoros verstellt wurde, ist die eine Seite. „Der Beton", weiß Menzel, „ist früher chemisch behandelt worden, gehört eigentlich geschreddert und in den Sondermüll. Wir haben unsere Sitzecke im Grünen wegen der Gefährdung dort in diesem Jahr erst gar nicht aufgestellt", verweist er auf sein kleines Stück Garten-Idyll zwischen Haus und Betonwand. „Wir müssen damit rechnen, dass die Mauerteile künftig auch unsere Grundstücksgrenze weiter zustellen werden", ergänzt Zimmer.

Einig sind sich Zimmers und Menzels außerdem darin, dass in der Siedlung Gewerbe mit einem Geräuschpegel, der mit dem Lagern und Bearbeiten von Holz erzeugt wird, nicht zulässig ist. „Unsere Bürgermeisterin Frau Berkes hat nur gesagt, dass sie dafür nicht zuständig sei und uns ans Bauordnungsamt des Landratsamtes verwiesen." Ein Mitarbeiter habe sich das Dilemma bereits vor Ort angesehen. Für heute hat das Bauordnungsamt nunmehr mit den Mauer-Erbauern einen Termin gemacht, bestätigte die Pressestelle der Kreisbehörde. Abstandsflächen würden nicht eingehalten. Der Eigenbau sei nicht standsicher und sehr unansehnlich. Auch der Ortschaftsrat legte beim Bauamt sein Veto ein, weil das Ortsbild beeinträchtigt werde. Bis nicht alles ins Reine gebracht worden sei, hieß es dazu hinter den Betonteilen, wolle man sich nicht öffentlich äußern.

Karin Rieck

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