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Hort-Neubau: Kontroverse Debatte um Millionen-Projekt im Eilenburger Osten

Aus dem Stadtrat Hort-Neubau: Kontroverse Debatte um Millionen-Projekt im Eilenburger Osten

Das größte Projekt im Eilenburger Investitionsplan in diesem Jahr kann nunmehr mit dem mehrheitlichen Segen des Stadtrates auf den Weg gebracht werden. Für den Neubau eines Hortgebäudes an der Grundschule Ost mit Ausgaben in Höhe von einer Million Euro gab es in dieser Woche grünes Licht. Das Projekt wurde zuvor kontrovers debattiert.

Die Grundschüler sollen in Eilenburg-Ost mit dem Neubau nicht mehr so weite Wege in ihren Hort haben.

Quelle: Wolfgang Sens

Eilenburg. Das größte Projekt im Eilenburger Investitionsplan in diesem Jahr kann nunmehr mit dem mehrheitlichen Segen des Stadtrates auf den Weg gebracht werden. Für den Neubau eines Hortgebäudes an der Grundschule Ost mit Ausgaben in Höhe von einer Million Euro gab es in dieser Woche 13 Ja-, 5 Nein-Stimmen und 4 Stimmenthaltungen.

Nicht nur Stadtrat Rainer Weihmann (SPD) hätte sich mehr Zeit gewünscht, diese Ausgabe gründlicher zu prüfen. Ihm vorliegendes Zahlenmaterial zu Kita-Plätzen in der Muldestadt hätte weniger in Ost, sondern mehr in Mitte eine Lösung von Engpässen erfordert, sagte er. Weihmann befürwortete zwar, dass sich mit dem Neubau in Ost die Wegesituation dort entspannen würde. Dafür vermutete er aber, dass Kinder eines Tages von Mitte nach Ost wandern müssten. Ausführlich erläuterte der Stadtrat seine Überlegungen für eine mögliche Neuordnung der Kapazitäten für die Betreuung von Vor- und Grundschülern. „Wir nehmen heute viel Geld vielleicht für die nächsten acht bis zehn Jahre in die Hand, haben danach aber wieder zu viele freie Kapazitäten“, kritisierte er in Anbetracht der demografischen Entwicklung.

Weihmanns Ideen für ein Gesamtkonzept in diesem Bereich, das geprüft werden sollte, wollte Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) nicht vom Tisch wischen. „Aber ich will einen Besen fressen, sollten sich die Investitionen in die Wohnstandortkampagne für unsere Stadt nicht nur positiv auf die Einwohnerentwicklung, sondern auch den Nachwuchs auswirken. In Ost müssten jetzt zwei Probleme auf einmal gelöst werden: Grundschüler müssten in dem Stadtteil dann nicht mehr in die Kitas „Bummi-Kneipp“ und „Löwenzahn“ laufen.

Die Wege zwischen Schule und Kitas sorgten nicht nur für Diskussionen, was die Begleitung der Kinder anging. Auch die Ganztagsangebote in der Schule können nicht so wahrgenommen werden wie gewünscht. 200 geplante neue Hortplätze in einem Extra-Gebäude würden den Schulstandort sowie den Stadtteil deutlich aufwerten. „Wie in der Belian- oder der Berg-Grundschule könnten wir dann viel mehr gemeinsam machen“, freute sich Schulleiterin Anke Tauchnitz über die Perspektiven. Von den 130 Grundschülern in ihrem Haus nutzen zurzeit etwa 100 das Hortangebot. „Es ist bei uns ja nicht so, dass wir reichlich Platz hätten. Auch der Speiseraum könnte eine Entlastung vertragen “, so Tauchnitz.

Entlastet würden mit dem Neubau auch nahe Kitas, die mehr Platz für die Jüngeren im Kindergarten- und Krippenalter bekämen, legte die Verwaltung in die Waagschale. Zurzeit sind alle Einrichtungen, auch die der Freien Träger und von Tagesmüttern, voll ausgelastet. Ein Hortneubau für die Grundschule Ost war schon einmal 2010 im Rahmen des Konjunkturpakets im Gespräch. Damals entschied sich die Mehrheit im Stadtrat für Investitionen in die beiden Ost-Kitas. Sind die Fördertöpfe klar – mehrere Varianten waren im Gespräch und insgesamt 900 000 Euro sollen daraus fließen –, könnten die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen. Die aktuellen Fördermöglichkeiten will die Stadt nutzen. Auch dafür sitzt ihr die Zeit im Nacken.

Von Karin Rieck

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