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Eilenburg Hugo gefällt’s im Eilenburger Ferienexil
Region Eilenburg Hugo gefällt’s im Eilenburger Ferienexil
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08:00 29.07.2017
Das schmeckt! Graupapagei Hugo gönnt sich auf der Schulter von Pensionsleiterin Sabine Ellmer ein Apfelstückchen. Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg

Tierisch menschlich: Die Tierpension der Arbeiterwohlfahrt (Awo) setzt seit ihrer Eröffnung am 1. April 2005 auf persönliche Betreuung im Verhältnis eins zu eins – und allen gefällt’s. Wenn die Familie in den Urlaub fährt und ihre Haustiere nicht mitnehmen kann, dann gehen sie ins Eilenburger Ferienexil. Auf dem Schanzberg werden zurzeit zehn Hunde, vier Katzen, sieben Nager und sogar ein Graupapagei betreut.

Vertrauen fassen

„Das Besondere ist, dass jedes Tier seine individuelle Betreuung erhält“, sagt Pensionsleiterin Sabine Ellmer. Und genauso sei es auch für die Tierpfleger, die genau wissen, um welchen tierischen Gast sie sich kümmern können. Es entstehe so eine enge Beziehung. Wenn die Tiere wieder von ihren Besitzern abgeholt werden, komme es zwar vor, dass der Abschied schwer fällt, doch alle wissen vorher, auf was sie sich einlassen. Zudem kommen die meisten Tiere wieder, erzählt die 46-jährige Einrichtungsleiterin. Das reiche soweit, dass Hunde bei Wiederkehr ohne Leine in die Pensionsräume kommen und zielstrebig zu ihrem Pfleger laufen.

Hugo macht Urlaub

Auch der 15-jährige Graupapagei Hugo kommt öfter. Seit fünf Jahren bezieht er sein Ferienexil am Gustav-Adolf-Ring 10. Pflegerin Nadine Köppel kümmert sich dann um ihn; gibt Hugo Futter, Wasser und redet ihm gut zu. Denn Hugo kann sprechen. „Er macht Telefone nach, bellt und miaut“, erzählt Tierpflegerin Michele Voigt. Zu seinem Repertoire gehören neben „Tschüss“ und seinem „Namen“ auch gelegentliche Schimpfwörter. Für diese entschuldige er sich aber umgehend wieder. „Was wir schon nach dem Telefon gerannt sind“, erzählt Ellmer, „und dann war es Hugo.“

Nach dem Dreh der Vox-Serie „hundkatzemaus“ habe Ellmer gedacht, mehr Anfragen seien nicht mehr möglich. „Eigentlich hat eine Tierpension immer Höhen und Tiefen“, sagt sie, „aber jetzt ist es nicht mehr so.“ Denn nach den Dreharbeiten zur MDR-Sendung „Tierisch tierisch“ im Februar dieses Jahres wurde sie eines Besseren belehrt. Die Pension sei nun fortwährend ausgelastet. „Es ist eine schöne Anerkennung für die Arbeit der Tierpfleger“, sagt Ellmer. Zudem sei „Tierisch tierisch“ auch die Lieblingssendung der sieben Betreuer.

Wer nun Freitag anruft, um am Montag einen Pensionsplatz zu bekommen, habe sehr geringe Chancen, sagt die Einrichtungsleiterin. Daher empfiehlt sie Haustierbesitzern, nach einem Platz zu fragen, sobald der Urlaubsentschluss feststeht. Ein Vierteljahr im Vorlauf sollte das schon sein, damit auch das Haustier einen angemessen Urlaubsplatz hat – so wie Graupapagei Hugo.

Von Mathias Schönknecht

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