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Eilenburg Hundeliebe im Eilenburger Tierpark: Dobermann Kessy ist Zickleins Liebling
Region Eilenburg Hundeliebe im Eilenburger Tierpark: Dobermann Kessy ist Zickleins Liebling
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00:21 24.09.2017
Eselfohlen Billy (rechts) trägt noch struppiges Babyfell. Er kam vor wenigen Tagen in den Tierpark und hat sich mit Eselstute Peggy sowie Tierpflegerin Sophie Bardt schon angefreundet. Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg

Mini hopst wie ein Flummi über den Gartenweg. Kein Wunder, eben ist der Eilenburger Tierpark-Chef Stefan Teuber vorgefahren. Für das verwaiste Zicklein allemal ein Grund, aus dem Stand höher als die eigene Körperhöhe zu springen. Dabei interessiert sich das sechs Wochen alte Zicklein für den Mann mit dem Auto nur am Rande. Doch es weiß, er bringt Kessy mit.

Kessy, eine anderthalbjährige Dobermannhündin, steht bei dem Zicklein ganz hoch im Kurs. Mit dieser lässt es sich nämlich besonders gut spielen. Hasche steht bei den beiden ganz oben auf der Hitliste. Und wenn sich Kessy dann ausgetobt hat, lässt sich auf der ruhenden Hündin auch ganz gut Trampolin springen. Die Welt von Mini, die bisher nur bis zum Gartenzaun der Familie Teuber reicht, ist völlig in Ordnung. Dabei hatte Mini, die manchmal wegen eines weißen Flecken auch Weißchen heißt, keinen einfachen Start ins Leben. Ihre Mutter starb bei der Geburt. Die Ziegenwaise genoss daher die besondere Fürsorge von Gabi Teuber. „Nachdem Mini in den ersten beiden Tagen erst mal gelernt hat, wie sie die Lämmermilch aus der Nuckelflasche bekommt, war es eigentlich ganz einfach“, so die Tierpflegerin, die mit ihrem Mann auch schon Luchs und Fuchs mit der Flasche aufgezogen hat.

Der neue Esel Billy mit Miri (schwarz) und Trixi (grau)und Tierpflegerin Sophie Bardt Quelle: Wolfgang Sens

Rosenblätter schmecken besonders gut

Anfangs gab es alle zwei Stunden den Schluck aus der Pulle, inzwischen gönnt das Zicklein ihren Pflegeeltern schon mal länger Ruhepausen, entdeckt lieber, was sich sonst noch knabbern lässt. „Neben Heu und Laub hat sich Mini aber vor allem auf unsere Rosen- und Erdbeerblätter spezialisiert“, kommentiert Gabi Teuber die Schäden in ihren Garten gelassen.

Voraussichtlich im Oktober zieht Mini von dem Grundstück in der Nähe der Gaststätte Drossel in den Tierpark um. Doch ins Ziegengehege mit den drei Ziegen, einem Bock sowie dem kastrierten Bock Harald II. wird Mini wohl nicht einziehen. Irgendwann würde sie ihr Vater decken. Das ist nicht gewollt. Doch im Gegensatz zum sonstigen Ziegennachwuchs soll Mini andererseits im Tierpark bleiben. „Vielleicht lassen wir sie tagsüber einfach überall meckern und quartieren sie ansonsten bei Hängebauchschwein Willi auf dem Wirtschaftshof ein“, denkt Stefan Teuber schon mal nach. Mini denkt naturgemäß nicht so weit. Sie springt von seinem Schoss und lieber wie ein Flummi davon. Denn da gab es doch noch irgendwo Rosenblätter.

Zicklein Mini und Dobermannhündin Kessy sind längst beste Freunde. Quelle: Wolfgang Sens

Billy und das struppige Babyfell

Mit Rosenblättern kann man einen anderen Neuzugang im Eilenburger Tierpark nicht locken. Weit mehr interessiert sich Billy, ein vor sieben Monaten in Rödgen geborener Eselhengst, für Eseldame Peggy. Peggy, 2015 geboren, zog im Dezember 2016 zu den beiden älteren Eselstuten Miri und Trixi. „Billy soll dann schon irgendwann für Nachwuchs sorgen“, so Tierparkchef Stefan Teuber. „Doch derzeit“, so beobachtet es Tierpflegerin Sophie Bardt „lässt der Eselhengst aber den drei Damen beispielsweise noch beim Betreten des Stalls den Vortritt.“ Doch nach einer Woche stupst ihn selbst Trixi, die 23-jährige für ihre abweisende Art bekannte Eseloma, zumindest schon fast freundlich zur Seite. Nicht zu vergleichen mit dem freundlichen Beschnuppern von Peggy, aber immerhin.

Billy, der in den ersten Tagen noch nach seiner Mutti iahte, ist in seinem neuen Zuhause angekommen. Und wenn dann auch noch nach und nach das struppige Babyfell herausgebürstet ist, wer weiß, wer dann wem den Vortritt lässt.

Von Ilka Fischer

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