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Eilenburg Hutaffe mit Kind auf dem Eilenburger Markt
Region Eilenburg Hutaffe mit Kind auf dem Eilenburger Markt
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10:53 31.03.2016
So will der Eilenburger Tierparkverein künftig am Markt für sich werben. Quelle: Tierparkverein
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Eilenburg

Alle Autofahrer, die aus Ost kommend, den Eilenburger Markt passieren, werden in einigen Wochen von einer Hutaffenmama samt ihrem Jungen begrüßt. Sie ist aber nicht etwa aus dem nahen Eilenburger Tierpark ausgerissen, vielmehr prangt sie überlebensgroß und unübersehbar als Graffiti auf einer 2,50 mal 3,75 Meter großen Tafel auf der Hausfassade über dem Geschäft Garbrecht Eilenburg- Unterhaltungselektronik. „Den Wunsch, in der Innenstadt auffallend für den Tierpark zu werben, gibt es schon sehr lange“, berichtet Tierparkleiter Stefan Teuber. Von der ursprünglichen Idee, das Innere des Kreisverkehrs am Mühlgraben zu gestalten, musste leider aus verschiedensten Gründen Abstand genommen werden. „Umso mehr hat es uns gefreut, dass wir bei den Eigentümern des Eckhauses Leipziger Straße/Bernhardistraße, neben Privatbesitzern die Eilenburger Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (EWV), mit unserem Vorhaben auf offene Ohren gestoßen sind.“ Die EWV hat sich zudem bereit erklärt, mit 1000 Euro den Großteil der Kosten für die Anfertigung der Tafel zu übernehmen. Diese wurde inzwischen von Vereinsmitgliedern bereits vorgefertigt und soll im Tierpark in den nächsten Wochen von einem Leipziger Sprayer entsprechend der Vorlage besprüht werden.

Dass der Eilenburger Tierparkverein mit den Hutaffen wirbt, ist übrigens kein Zufall. Bereits 1975 hatte er Affenalarm. Damals brauchten die von Matrosen des Patenschiffes MS Eilenburg auf einem indischen Basar für eine Schlosserhose und eine Büchse Farbe erworbenen Hutaffen Heini, Lulu und Bimbo ganz schnell eine neue Heimat. Heute leben in Eilenburg insgesamt zehn Hutaffen, darunter auch direkte Nachkommen der Basar-Affen.

Vom Affen gebissen

In der zweiten Tierparkzeitung, die 2009 erschien, erzählt Elsbeth Uhlig, der Frau des ersten offiziellen Tierparkchefs Siegfried Uhlig: „Nach einem Urlaub war einiges aufzuarbeiten. Wohl auch deshalb vergaß mein Mann, die Tür des Affenkäfigs zu verriegeln. Als Siegfried es bemerkte, schaukelte Heini auf der Tür. Lulu und Bimbo waren auf dem Weg nach draußen. Mein Mann schrie die drei Affen daher an. Lulu und Bimbo verzogen sich daraufhin verschreckt nach drinnen. Nur Heini, den Anführer der Gruppe, interessierte das nicht. Er ließ sich doch nicht von einem Brüllen ins Bockshorn jagen. Siegfried hat ihn daher mit den Händen gepackt, wofür sich Heini rächte und ihm gleich beide Handgelenke durchbiss. Mehrere Tage lag mein Mann deshalb im Eilenburger Krankenhaus. Damals sammelten sich die Angehörigen zu den Besuchszeiten am Mittwoch und Sonntag immer vor der Klinik. Mich kannten viele. Und es gab immer ein großes Gaudi, wenn ich auf Nachfrage erzählte: ‚Ich besuche meinen Mann, den hat der Affe gebissen.‘ Die Rache von Heini blieb übrigens ohne Folgen. Die Handgelenke heilten.

Von Ilka Fischer

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