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Im Eilenburger Museum kann man jetzt die altdeutsche Schrift lernen

Übungsbuch Im Eilenburger Museum kann man jetzt die altdeutsche Schrift lernen

Wer im historischen Klassenzimmer des Eilenburger Museums altdeutsche Schreibschrift gepaukt hat, kann das nunmehr auch zu Hause weiter üben. Eine Fibel, die es neuerdings im Museumsshop gibt, hilft dabei.

Ein Blick ins historische Klassenzimmer des Eilenburger Museums.

Quelle: privat

Eilenburg. Im historischen Klassenzimmer des Eilenburger Museums wird unter anderem die alte deutsche Handschrift gepaukt. Wer das auch nach einem Museumsbesuch noch vertiefen möchte, kann neuerdings im Museumsshop eine Fibel erwerben und mit diesem Übungsbuch die altdeutsche Schrift erlernen. Der Autor und Verfasser dieser Fibel, Franz Neugebauer aus Dresden, beschäftigt sich schon seit Jahren damit, anderen die früheren deutschen Handschriften nahezubringen.

In der Einleitung zur Fibel ist zu lesen: „Viele Menschen interessieren sich wieder für Geschichte, dies kann die eigene Familiengeschichte sein, wenn man beispielsweise Liebesbriefe der Urgroßeltern vererbt bekam. Es kann aber auch ein altes Kochbuch sein, welches man auf dem Flohmarkt ersteigert hat. Die Möglichkeit solche und andere Quellen selbst zu erschließen, erhält man nur dann, wenn man die Schrift unserer Altvorderen lesen kann.“ Deshalb sind in Neugebauers Fibel-Schreibübungen akribisch und damit vereinfacht erklärt. Manche Leseübung regt zum Schmunzeln an. Die 46 Seiten sind für fünf Euro zu haben.

Übrigens wird die altdeutsche Schreibschrift nach dem Berliner Grafiker Ludwig Sütterlin (1865-1917) „Sütterlinschrift“ genannt. Sie wurde seit 1915 bis etwa 1940 und dann noch einmal um 1952 bis 1954 unterrichtet. Im ersten Obergeschoss des Eilenburger Museums wird im originalgetreuen Klassenzimmer der 1920er Jahre wie anno dazumal vor 30 Sitzplätzen auch dies geübt. Die Einrichtung suchte Museumsleiter Andreas Flegel in den 1990er Jahren aus Schulen der Region zusammen. Seit 2004 haben sich in dem Raum oberhalb des 1560 erbauten Gasthofes „Zum Roten Hirsch“ auch schon zahlreiche Paare getraut, ein Eheversprechen zu beglaubigen. Allerdings in der modernen Schreibweise.

Von Karin Rieck

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