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Eilenburg Im Sewastopol-Vereinsheim gehen die Lichter wieder an
Region Eilenburg Im Sewastopol-Vereinsheim gehen die Lichter wieder an
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13:58 19.05.2015
Die Schützengilde Bad Düben gab Salut und wird von Pächterin Viktoria Bräunig (Vierte von links) zum Sekt eingeladen. Quelle: Wolfgang Sens

Zur Inbetriebnahme gab es jetzt eine kleine Feierstunde. Mit geladenen Gästen. Und mit geladenen Gewehren. Die Bad Dübener Schützengilde schoss ein dreifaches Salut auf dem Vorplatz. Und drinnen stand Amsel-Wirtin Viktoria Bräunig wieder hinterm Tresen: "Was eigenes ist doch am besten." Denn in den vergangenen Monaten konnte sie gastronomisch höchstens mal aushilfsweise aktiv sein. Auch Dietmar Zimmermann, eines der Vorstandsmitglieder des Vereins, guckte sich um: "Schön ist das geworden." Die Wände lindgrün, neue Stühle und Tische, rekonstruierte Sanitäranlagen.

Dabei stand die Amsel nach dem Hochwasser 2013 zur Disposition. Es war nicht absehbar, dass es Mittel zur Sanierung geben wird. Nur eins war klar: Der Verein selbst kann den Aufwand nicht stemmen. Bei einer Krisensitzung im Rathaus hatte Oberbürgermeister Hubertus Wacker (parteilos) vorgeschlagen, statt der drei betroffenen Vereinshäuser in den Gartenanlagen Sewastopol, Am Bürgergarten und des Windhundvereins eines gemeinsam und das flutsicher aufzubauen. Eine Idee, die auf wenig Gegenliebe stieß. Peter Heinemann, Vorsitzender bei Sewastopol, war sich in dieser Sache mit den Nachbar-Vereinen einig. "Das ist doch so etwas wie das Zentrum des Vereins, hier finden ja die Versammlungen statt, werden Jubiläen gefeiert", erklärte Zimmermann, was die Vereinsmitglieder bewegt.

Die Wirtschaftsförderung des Landkreises habe sich engagiert. Am Ende gab es sogar die 100-prozentige Förderung vom Land, berichtete Michael Götzke, Vorsitzender des Kleingartenverbandes Eilenburg und Umgebung, der auch die Arbeiten leitete. Rund 130 000 Euro habe das Herrichten der Amsel gekostet. Fast ebenso viel das Vereinsheim Drossel der Anlage Am Bürgergarten, das auch bald fertig wird. Aber es wurde anders saniert als nach der Flut 2002. Denn mittlerweile ist klar: Ein sogenanntes hundertjähriges Hochwasser kann doch schneller wiederkommen. Das Gebiet ist zwar nicht geschützt. Das Wasser aber soll nicht mehr so enormen Schaden anrichten. Denn als in diesem Frühjahr endlich die Arbeiten begannen und Terrazzo-Platten herausgebrochen wurden, zeigte sich, dass darunter alles noch nass war, berichtete Götzke. Deshalb wurde nun eine Betonplatte gegossen, Gussasphalt-Estrich aufgebracht. Sanierputz soll weiter Feuchtigkeit aus den Mauern ziehen, aber auch Wasser im Flutfall abhalten. Selbst Lichtschalter und Steckdosen sind in 1,80 Meter Höhe verlegt. Geheizt wird von der Decke aus. Infrarotstrahler lassen sich segmentweise schalten, trocknen das Gemäuer weiter und sparen sogar noch Energiekosten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.12.2014
Heike Liesaus

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