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Im und am Eilenburger Hochhaus heißt es schon mal gern: Bingo!

Seniorengerechtes Wohnen Im und am Eilenburger Hochhaus heißt es schon mal gern: Bingo!

Zur guten Hälfte ist die Sanierung des Eilenburger Hochhauses abgeschlossen. In der Torgauer Landstraße 20 kehrt für die Mieter wieder Ruhe ein. Vermarktungsprobleme für die seniorengerechten Wohnungen hat der Investor keine.

Das Eilenburger Hochhaus mausert sich zu einer begehrten Adresse für seniorengerechtes Wohnen.

Quelle: Karin Rieck

Eilenburg. Bingo im Eilenburger Hochhaus. Das passt in zweierlei Hinsicht: Einmal gehört der Lotto-Ableger zu den beliebtesten Spielen am großen, rustikalen Holztisch in der neuen Begegnungsstätte an der Torgauer Landstraße 20. Zum anderen ist die positive Geste mit dem erhobenen Daumen und der Bemerkung „Bingo“ auf das, was sich im Wahrzeichen im Osten der Muldestadt seit einigen Monaten entwickelt, durchaus anwendbar. Denn bis Jahresende nimmt zwischen Torgauer Landstraße, Gabelweg und Hochhausstraße eine der beliebtesten Adressen für seniorengerechtes Wohnen Gestalt an.

Wartelisten für die 150 begehrten Domizile

Für die 150 Ein- bis Dreiraum-Domizile zwischen 39 und 92 Quadratmeter Größe in neun verschiedenen Grundrissen, zur guten Hälfte frisch saniert und neu bezogen, gibt es bereits Wartelisten. Das ist dieser Tage in der Verwaltung des Eigentümers und Vermieters, der Amalie Weißenfelser GmbH, zu erfahren. „Wir haben im Umfeld unserer neuen Wohnung jetzt Ruhe“, zeigt sich Elli Bock am großen Bingo-Tisch froh, dass die Handwerker in diesem Bereich des Hochhauses nur noch Restarbeiten zu erledigen haben. „Nach wie vor vermissen wir unser ruhig gelegenes Haus in der Schlossaue, müssen aber auch sehen, wie wir die Zukunft gestalten können“, so die 89-jährige frühere Lehrerin, deren Mann auf den Rollstuhl angewiesen ist und dank des Pflegedienstes im Haus regelmäßig nach draußen kommt.

Elli Bock trifft derweil Bekannte in der großzügig angelegten und freundlich mit hellen Holzmöbeln ausgestatteten Begegnungsstätte. Für eine Servicepauschale zur Miete gibt es hier täglich kostenlos Freizeitangebote wie Gymnastik, Handarbeiten, Gesellschaftsspiele. „Bingo ist besonders beliebt“, ergänzt Seniorenbetreuerin Dagmar Hein, die Gehbehinderte, wenn es sein muss, auch an der Haustür abholt. In der modernen Küche erzählt Praktikantin Laura Schmidt, dass sie bei der Amalie demnächst einen Lehrvertrag als Altenpflegerin unterschreiben will. Das Angebot von drei Mahlzeiten am Tag, vor allem das Mittagessen, werde schon gut angenommen. Die Tische sind mit Namenskärtchen, Blumenschmuck und Platzdecken dafür liebevoll vorbereitet.

Tag der offenen Tür ist geplant

Mit einem Tag der offenen Tür wollen die Hausherren demnächst präsentieren, was sich im Elfgeschosser alles getan hat. „Den Termin werden wir rechtzeitig bekannt geben“, so Verwalter Andreas Spitzke. Der erste Ausbauabschnitt mit 77 Wohnungen ist so gut wie beendet. Ein neuer Fahrstuhl wurde eingebaut. Eine Physiotherapie, die sich eingemietet hat, nahm bereits im Mai den Betrieb auf, genauso wie der hauseigene ambulante Pflegedienst. „Auch unsere Gästewohnung wird gut genutzt“, so Spitzke. Denn die Mieter können die Begegnungsstätte – ein zweite soll künftig auch im ehemaligen Café auf dem Dach eingerichtet werden – auch für private Feiern nutzen.

Im zweiten Bauabschnitt gehören die Wohngemeinschaften für Pflegebedürftige in der zweiten bis vierten Etage jetzt noch zu einem der größeren Ausbauprojekte. Am künftigen, großzügigen zentralen Zugangsbereich in der Torgauer Landstraße 20 mit Concierge-Service wurde eine Rampe als Feuerwehrzufahrt errichtet. Bis im Umfeld des Hochhauses alles fertig ist, nutzen diese zeitweise auch Lieferanten. Für Unbefugte sei sie tabu, so die Reaktion auf eine Anfrage jüngst im Stadtrat. Darauf habe die Hausverwaltung ein Auge.

Von Karin Rieck

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