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In Eilenburg eröffnet im Sommer erstmals eine Kinderstadt

In Eilenburg eröffnet im Sommer erstmals eine Kinderstadt

Mit Horst wird das nichts. Hier werden Leute gesucht, die nicht nur herumstehen und repräsentieren. Und Horst trägt zwar immer ein freundliches Lächeln im Gesicht, doch er besteht aus Holz und einem Medizinball.

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Horst kann bei der Kinderstadt nicht helfen, deshalb suchen die Sozialpädagogen aus dem Jugendtreff Just Mitstreiter aus Fleisch und Blut.

Quelle: Wolfgang Sens

Eilenburg. Somit taugt er zwar als Maskottchen des Jugendtreffs Just, aber nicht als Helfer der Kinderstadt, die im Sommer für eine Woche, vom 13. bis zum 17. Juli in Eilenburg-Ost, entstehen soll.

"Idealerweise hast Du Erfahrungen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen oder belegst sogar ein Studium oder eine Ausbildung in diesem Bereich", wenden sich die Just-Sozialpädagogen Sven Wildberger und André Steinert an potenzielle Mitstreiter, die sich bis Anfang Februar melden sollten. Zwei haben schon fest zugesagt: Sophie Sachse und Julia Kittler, sonst in Ausbildung im Beruflichen Schulzentrum Eilenburg, aber zurzeit im Erzieherpraktikum im Just, wollen unbedingt mitmachen.

Doch auch wer keine Pädagogik-Kenntnisse mitbringt, kann mitwirken: Bei den Vorbereitungen der Kinderstadt, für den Material-Transport auf das Gelände neben der Grundschule an der Puschkinstraße und für den Auf- und Abbau werde jede Hand gebraucht. "Es wäre richtig schön, wenn sich möglichst viele aus der Umgebung daran beteiligen", hofft Wildberger.

Allein Rats- und Werkstattzelt sowie die blickdichte Bauzaunumfriedung würden für die Kinder fertig errichtet. Was ansonsten in der Stadt passiert, sollen die jungen Akteure selbst entscheiden und machen. "Wir beschaffen erst einmal das Material", erklärt Wildberger. In zwei städtischen Garagen werde bereits gesammelt. Holz, zum Beispiel Paletten, Planen und Farbe, könnten gebraucht werden. Sachspenden in Form von Werkzeug, Hilfsmitteln wie Schrauben und Nägeln, Rohstoffe, Bastelmaterial sind gefragt, ebenso Geldspenden für die Beschaffung von spezielleren Dingen.

Es haben sich sogar mehr Kinder angemeldet, als ursprünglich gedacht: Eigentlich sollten es 25 bis 30 sein. Nun gibt es 35 Teilnehmer. Die Aktion wird auch für sie nicht nur auf die eine Woche beschränkt bleiben: Bei Workshops im Vorfeld soll schon ein Namen für die Stadt gefunden werden, auch das Gelände könnte schon gemeinsam abgeschritten werden, um Bau-Parzellen aufzuteilen. Ende Januar soll es ein erstes Zusammentreffen geben. Bei all dem ist dem "Willi und Steini" anzumerken: So was hätten sie als Kinder gern auch mitgemacht. "Buden bauen gehörte bei uns immer irgendwie dazu", bestätigt Andre Steinert. Sie haben ebenso wie die anderen pädagogischen Helfer dann auch das Privileg, die Stadt zu betreten. Allerdings sind diese nur dazu da, den Kindern beizustehen, ihre Ideen selbst umzusetzen. Keinesfalls, um etwa selbst herumzusägen und zu hämmern. Ansonsten heißt es prinzipiell: Erwachsene müssen draußen bleiben. Wer vielleicht doch rein darf, entscheiden allein die Kinder. Aber auch den Wartenden soll es gut gehen. Ein Eltern-Café öffnet vor den Stadt-Toren.

Bewerbungsschluss für die pädagogischen Helfer ist am 6. Februar. Infos im Internet unter www.kinderstadt-eilenburg.de. Bei Fragen und Anmeldung von Materialspenden: sven.wildberger@drk-eilenburg.de oder Telefon 0178 1843299.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.01.2015
Von Heike Liesaus

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