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In Eilenburg kracht es dienstags am häufigsten, in Bad Düben montags

Statistik In Eilenburg kracht es dienstags am häufigsten, in Bad Düben montags

In Eilenburg passieren die meisten Unfälle an einem Dienstag, zwischen 15 und 17 Uhr sowie im Monat Juni, in Bad Düben ab 7 Uhr, dann wieder zwischen 10 und 17 Uhr, im Monat Mai und an einem Montag. Das zumindest sagt eine Statistik der Polizeidirektion Leipzig für die letzten fünf Jahre aus.

An der Schmiedeberger Straße/Postweg kracht es häufig. Ein Kreisverkehr soll die Gefahr abmindern.

Quelle: Steffen Brost

eilenburg/Bad düben. In Eilenburg passieren die meisten Unfälle an einem Dienstag, zwischen 15 und 17 Uhr sowie im Monat Juni, in Bad Düben ab 7 Uhr, dann wieder zwischen 10 und 17 Uhr, im Monat Mai und an einem Montag. Das zumindest sagt eine Statistik der Polizeidirektion Leipzig für die letzten fünf Jahre aus. Zahlen aber sind das eine. Für den Alltag spielen diese Werte für die Arbeit im Eilenburger Polizeirevier eher eine untergeordnete Rolle.

Bedeutender sind da schon die Angaben, an welchen Stellen es am meisten kracht. In Eilenburg sind es die Knotenpunkte Marien-/Bergstraße, Bergstraße/ Fischerweg/Leipziger Straße, Ziegelstraße/Ernst-Mey-Straße sowie Rosa-Luxemburg-/Torgauer Landstraße, die als Unfallhäufungsstellen geführt werden. Letztere Kreuzung war es auch, an der 2015 der einzige Verkehrstote zu beklagen war. „Bei der Auswertung ging es ausschließlich um das Stadtgebiet von Eilenburg“, erklärt Harald Schmich, Leiter des Eilenburger Polizeirvevieres . Statistisch gesehen gäbe es pro Jahr einen Verkehrstoten innerstädtisch. Außerhalb von Eilenburg kristallisierten sich die S 11/Abzweig Mastenweg-Sprotta, Abzweig Wöllnau sowie die Kreuzung Wöllnau/Mörtitz als Schwerpunkte heraus. In Bad Düben wiederum krachte es am häufigsten an der Kreuzung Schmiedeberger Straße / S 11 / Postweg sowie im Bereich Bundesstraße 2 / Waldstraße/Waldkrankenhaus.

Erkenntnisse wie diese fließen in die Arbeit der Unfallkommission des Landratsamtes Nordsachsen ein, die mehrmals jährlich zusammenkommt. Änderungen gibt es als Ergebnisse durchaus. An der Kreuzung Rosa-Luxemburg-Straße/Torgauer Landstraße beispielsweise wurde die Markierung geändert. In Bad Düben soll der Knotenpunkt Schmiedeberger Straße/Postweg perspektivisch als Kreisverkehr ausgebaut werden, um dort die Unfallgefahr entscheidend zu mindern, den Verkehrsfluss flüssiger zu gestalten.

454, 391, 439, 367, 382 – diese Anzahl an Verkehrsunfällen waren für den Bereich der Stadt Eilenburg in den Jahren 2011 bis 2015 zu verzeichnen. Die Zahl der Schwerverletzten ging zuletzt zurück. Im Zeitraum 2011 bis 2015 wurden bei 69 Verkehrsunfällen Personen schwer verletzt. Den höchsten Anteil machten jedoch die Unfälle mit Leichtverletzten aus, heißt, Crashs, bei denen Personen ambulant behandelt werden mussten. Das waren im Zeitraum 237 Unfälle. Bei den Unfällen mit Sachschäden bewegte sich die Anzahl zwischen 397 und 312, in Bad Düben zwischen 168 und 150 in den einzelnen Jahren.

Auf fünf Jahre betrachtet waren im Jahr 2015 in Eilenburg die meisten Radfahrer in Unfälle verwickelt (35 Unfälle). Exorbitant höher als in den Jahren zuvor liegt diese Anzahl aber nicht. Zwischen 6 und 10 Fußgängern waren zudem pro Jahr unmittelbar betroffen. Als Haupt-Unfalltypen wurde vor allem der sogenannte Längsverkehr ausgemacht, also Crashs, bei denen die Fahrzeuge in gleicher oder entgegengesetzter Richtung fahren – wie Auffahrunfälle oder Frontalkollissionen. Weiterhin sind Zusammenstöße nach Fehlern beim Einbiegen und Kreuzen zu nennen. Die am häufigsten Betroffene Altersgruppe war die der 40- bis 50-Jährigen, gefolgt gleichermaßen von den älter als 65-Jährigen und der Gruppe der 15- bis 20-Jährigen. 

Ähnliche Tendenzen gibt es auch für die Kurstadt zu verzeichnen. Zwischen 178 und 230-mal (2012) krachte es auf den Straßen Bad Dübens in den vergangenen fünf Jahren. Zwischen einem und 16 Radfahrer waren betroffen, im vergangenen Jahr waren sechs Fußgänger beteiligt. Tote gab es nicht zu beklagen, die Zahl der Schwerverletzten schwankte zwischen 6 und 13, die der Leichtverletzten zwischen 17 und 24 pro.

Alkoholeinfluss spielt in der Statistik der Polizei als Unfall-Ursache übrigens eine, jedoch nicht die entscheidende Rolle. In den Jahren 2011 bis 2015 wurden 45-mal Promille-Werte bei Verursachern in Eilenburg registriert und 27-mal in Bad Düben. Weitaus höher rangieren bei den Unfallursachen ungenügender Sicherheitsabstand, Wildwechsel oder Fehler beim Wenden und Rückwärtsfahren.

Von Kathrin Kabelitz

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