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Ines Scheler, die Frau an der Seite von Eilenburgs künftigem OBM: Das gemeinsame Frühstück ist uns heilig

Ines Scheler, die Frau an der Seite von Eilenburgs künftigem OBM: Das gemeinsame Frühstück ist uns heilig

Mit Anfang 50 starten die Eheleute Ralf und Ines Scheler noch mal neu durch. "Wir fühlen uns fit und haben schon immer Ziele verfolgt, die auch etwas größer sein dürfen", verrät Ines Scheler kurz nach der Wahl ihres Mannes zum neuen Oberbürgermeister von Eilenburg.

Eilenburg. "Es ist überwältigend, wie positiv viele das eindeutige Ergebnis des ersten Wahlganges vom vergangenen Sonntag aufgenommen haben. Bei uns glühen immer noch alle Leitungen. Dabei hatten auch wir mit einem zweiten Wahlgang Ende Juni gerechnet und unseren Urlaub extra erst danach eingeplant", plaudert die 51-Jährige in dieser Woche bei einer Tasse Kaffee. Und gestattet freimütig Einblick in die Welt einer künftigen Oberbürgermeister-Gattin, die schon in den stressigen Wochen vor der Wahl glaubhaft versicherte: "Ich stehe voll hinter meinem Mann."

Seit 28 Jahren sind beide verheiratet. Und erst als sie sich auf einem Dübener Tanzsaal im Alter von 19 Jahren kennengelernt hatten und auch die Eltern in gemeinsame Zukunftspläne eingeweiht wurden, stellte sich heraus: Die Mütter der gebürtigen Eilenburger begegneten sich schon im örtlichen Krankenhaus nach der Entbindung in einem gemeinsamen Zimmer. Da erblickten Ines und Ralf im Abstand von fünf Tagen im Februar des Jahres 1964 das Licht der Welt. "Unsere Eltern kannten sich aus der Nachbarschaft und von der Arbeit im Ebawe. In dem Eilenburger Traditionsbetrieb, der Produktionsanlagen für die Betonfertigteilindustrie herstellt, startete auch Ines Scheler ihre berufliche Laufbahn als Programmiererin. Genauso wie ihr Mann als Maschinen- und Anlagenmonteur sowie Maschineningenieur. In den Fußstapfen des Vaters setzt nunmehr der 27-jährige Sohn Marcus die Ebawe-Familientradition fort, ist als Ingenieur viel im Ausland unterwegs. "Nach Dienstreisen in Asien und Russland hat er es gerade geschafft, mit uns am Sonntag noch das Wahlergebnis zu feiern", freut sich Mutter Ines.

Nach einer Umschulung ist Ines Scheler seit 1992 im Finanzamt Eilenburg beschäftigt, trägt dort seit 2001 als Geschäftsstellenleiterin Verantwortung, ist damit quasi die "rechte Hand" von Amtsvorsteher Michael Fricke für Personal- und Haushaltsangelegenheiten sowie Organisatorisches. "Da bleibt für Freizeit und Familie oft nur wenig Zeit", räumt Ines Scheler ein. Doch Aufgaben, die man gern erfüllt, würden das Leben bereichern. Außerdem sei das gemeinsame Frühstück, so oft es nur geht, heilig. "Da stehen wir lieber zeitiger auf, um dafür Zeit zu haben." Denn bekanntlich war Ralf Scheler neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer bei Schlüssel-Katzsch auch Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig und deshalb oft im In- und Ausland unterwegs.

Wenn er ab August offiziell als Eilenburger Oberbürgermeister in Amt und Würden ist, ist seine Ehefrau zwar ebenfalls wieder darauf eingestellt, dass ihn oft Termine am Abend und am Wochenende fordern werden. "Aber er wird wieder öfter in der Heimat sein", freut sie sich. Denn Eilenburg habe viel Potenzial, das es weiter zu entwickeln gelte. So schwärmt sie für den Tierpark. Auch der Burgberg sei schön, aber ein "heißes Eisen" - in Anspielung auf die jüngsten Diskussionen um die aktuelle Bebauung. Bei welchen kommunalpolitischen Prioritäten sie ihren Mann unterstützen wird, dazu hält sich Ines Scheler zurück. "Wir hatten in unserem Wahlkampfteam viele junge Leute, die voller Ideen sind", sagt sie nur. Diese sollten, auch wie die der Bürger, so gut es geht einbezogen werden. Um Verständnis wirbt sie ebenfalls: "Um sich in die Materie einzuarbeiten, braucht mein Mann auch Zeit." Aber wenn einmal ein Entschluss gefasst sei - der, sich dem Amt des Stadtoberhauptes zu stellen, fiel bereits im November vergangenen Jahres - "dann klemmen wir uns dahinter". Ja, sie hat "wir" gesagt. Einer Lebensmaxime folgt in einer guten Partnerschaft bekanntlich nur selten einer allein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.06.2015
Kasel, Beatrice

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