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Innenstaatssekretär überbringt in Glaucha Fördermittel für neues Feuerwehrhaus

Wiederaufbauprogramm nach der Mulde-Flut im Juni 2013 Innenstaatssekretär überbringt in Glaucha Fördermittel für neues Feuerwehrhaus

Historischer Tag am Mittwoch im kleinen Zscheppliner Ortsteil Glaucha. Innenstaatssekretär Michael Wilhelm überbringt Bürgermeisterin Roswitha Berkes einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 640 000 Euro für den Neubau des Feuergerätehauses an einem hochwassersicheren Ort. Der alte Bau aus den 1970er Jahren wurde im Juni 2013 zum zweiten Mal überschwemmt.

Bürgermeisterin Roswitha Berkes unterzeichnet im Beisein von Feuerwehrkameraden und Verwaltungsvertretern den Fördermittelbescheid, den Staatssekretär Michael Wilhelm überbringt, an der künftigen Baustelle.

Quelle: Karin Rieck

Glaucha. Für den kleinen Zscheppliner Ortsteil Glaucha, Ortsvorsteher Thomas Hartmann (CDU) und die Kameraden der örtlichen Feuerwehr war das gestern so etwas wie ein historischer Tag. Michael Wilhelm, Staatssekretär im sächsischen Innenministerium, überreichte Zschepplins Bürgermeisterin Roswitha Berkes (parteilos) höchstselbst den Zuwendungsbescheid in Höhe von 640 000 Euro für den Neubau des Gerätehauses zur Unterschrift. Ein kleiner, festlicher Akt an der künftigen Baustelle im Bereich der Ringstraße/Kirchweg sowie im Beisein von hochrangigen Vertretern aller daran beteiligten Gremien und Einrichtungen.

Fast drei Jahre werden vergangen sein, bis nach der zweiten Überschwemmung des alten, viel zu kleinen Feuerwehrhauses aus den 1970er-Jahren der Grundstein für ein neues in diesem Sommer gelegt werden kann. Es sei kompliziert gewesen, für die eher seltene, so gut wie hundertprozentige Förderung dieses Projektes die Voraussetzungen zu schaffen, war von verschiedenen Seiten zu hören. „Die Glauchaer Bürgerinitiative Hochwasserschutz hat viel mit bewirkt. Wir hatten die Hoffnung zwischenzeitlich schon aufgegeben“, erinnerte die Bürgermeisterin. Und würdigte wie andere Akteure auch: Nicht nur die genannten Ehrenamtler im Ort, sondern viele Beteiligte von Landes-, Kreis- und Gemeindebehörden zogen an einem Strang. Was gestern übrigens in Glaucha bei dieser Gelegenheit sogar Nordsachsens Alt- und Neu-Landrat Michael Czupalla und Kai Emanuel kurz bei der anschließenden Kaffeerunde im Gasthof „Zur grünen Muldenaue“ erneut zusammenführte.

„Wer an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr für die Sicherheit der Bürger einsteht, der hat beste Arbeitsbedingungen verdient“, zeigte der Staatssekretär nicht nur den Glauchaer Kameraden seine Wertschätzung. Der Neubau an einem nunmehr hochwassersicheren und gut erreichbaren Standort, bei dessen Suche sich der Ortschaftsrat maßgeblich einbrachte, werde technisch einen hohen Standard bekommen und Raum für einen Stellplatz bieten. Bernd Knoblich, der mit seinem Zscheppliner Planungsbüro die Beseitigung der Flutschäden in der Gemeinde seit zweieinhalb Jahren koordiniert und bei der Bauplanung vom Wurzener Büro Weidemüller unterstützt wird, hatte erst am Vorabend den Zscheppliner Gemeinderat über den aktuellen Stand beim Aufbauprogramm informiert. Er nahm das Frühjahr 2017 als Fertigstellungstermin für das Feuerwehrhaus ins Visier. Bis Sommer sollen die Ausschreibungen stehen, ab Juli das Baufeld freigegeben werden.

Der Staatssekretär ließ noch durchblicken, dass es in Glaucha spätestens zur Einweihung ein Wiedersehen geben werde. Ortsvorsteher und Ratsmitglied Hartmann ergänzte am Rande lockerer Gespräche im Gasthof, dass die kommunalen Flutschäden im Dorf mit den Straßenbauten Oberglaucha-Hohenprießnitz, der Instandsetzung von Ringstraße, verlängerter Seegasse und Pflaumenallee bis Herbst Geschichte sein werden und auch im privaten Sektor die meisten Schäden behoben wurden. Das neue Feuerwehrgerätehaus dürfte – nach all den Strapazen – den Schlusspunkt setzen.

Von Karin Rieck

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