Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg Internationales Workcamp in Eilenburg
Region Eilenburg Internationales Workcamp in Eilenburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:00 16.07.2017
Zwölf junge Erwachsene aus sieben Ländern nehmen am Workcamp in Eilenburg teil. Quelle: Mathias Schönknecht
Anzeige
Eilenburg

„Es ist jedes Jahr mit das erste Camp, das ausgebucht ist“, sagt Jil Spielbühler. Sie ist Anleiterin im Eilenburger Workcamp. Das Camp führt jedes Jahr junge Erwachsende aus aller Welt für zwei bis drei Wochen zusammen, um an einem gemeinnützigen Projekt zu arbeiten.

In Eilenburg ist es der Tierpark, in dem zwölf Teilnehmer und zwei Anleiter aus der Türkei, Weißrussland, Mexiko, Russland, Südkorea, Spanien und Deutschland Tische und Stühle streichen sowie andere Holzarbeiten im gesamten Zoo übernehmen. Am 8. Juli wurden sie von Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) im historischen Klassenzimmer des Museums begrüßt. Seitdem arbeiten und leben sie in Eilenburg, unternehmen Ausflüge nach Berlin, Leipzig und in die nähere Umgebung.

„Und daher ist das Eilenburger Workcamp auch so beliebt“, vermutet Anleiterin Jil. Wie ihr die Teilnehmer berichten, wurden andere Camps, die in fast allen Ländern Europas stattfinden, nicht so viel unternehmen. „Das ist schon toll, so etwas zu hören“, erzählt sie.

Die Arbeiten im Zoo beginnen jeden Tag um 10 Uhr und enden um 14 Uhr, danach hat jeder Freizeit. An Tagen, an denen längere Ausflüge anstehen, sind die Einsatzzeiten kürzer. An den Wochenenden haben die Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren generell frei. Dann können sie auf eigene Faust die Region erkunden. Untergekommen sind sie im Eilenburger „Haus 6“. Für die Verpflegung sorgen jeden Tag abwechselnd zwei Teilnehmer, indem sie Gerichte aus ihrer Kultur zubereiten.

Luba aus Weißrussland ist ganz begeistert vom Eilenburger Camp. Sie nimmt bereits zum zweiten Mal an dem Arbeitseinsatz in der Muldestadt teil. „Ich will Deutschland besser kennenlernen und Zeit mit meinen neuen Freunden, die ich hier kennengelernt habe, verbringen“, erzählt sie auf Englisch. Sie und zwei weitere verstehen und sprechen zwar schon etwas Deutsch, dennoch kommuniziere die Gruppe größtenteils auf Englisch. „Jeder soll alles verstehen“, erklärt die Weißrussin. Das, was nicht mit Worten gesagt werden kann, werde mit Händen und Füßen veranschaulicht. Besonders gut habe ihr bisher der Ausflug nach Leipzig und das Picknick im Lene-Voigt-Park gefallen. In Eilenburg war die Gruppe bereits im Bergkeller und auf dem Sorbenturm.

Getragen wird das Workcamp durch die Stadt Eilenburg und anteilig durch „Icja“, ein Verein für internationale Freiwilligendienste. Nur ihren Flug müssen die Teilnehmer selbst finanzieren. Die Gegenleistung, die die Teilnehmer erbringen, ist die Arbeit für die Stadt, wie derzeit im Tierpark. Und wenn das Camp am 22. Juli vorüber ist, wird Eilenburg wieder etwas weniger international sein.

Weitere Informationen finden Sie auf www.icja.de.

Von Mathias Schönknecht

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Premiere in der Muldestadt. Die Elternpaten und das Mehrgenerationenhaus Arche stellten am Wochenende das 1. Integrationsfest auf die Beine. Schauplatz war der Verkehrsübungsplatz in der Belianstraße.

16.07.2017

Die Discounter haben im Kampf um Kunden auch Mockrehna entdeckt. Sie wollen ihre Waren auf mehr Flächen präsentieren. Inzwischen steht fest, dass Netto am alten Standort wächst, Penny will neu bauen.

15.07.2017

Maria Schlothmann-Tübing aus Eilenburg und Bettina Armonies aus Jesewitz haben einen Trauercafé-Treff im Jesewitzer Ortsteil Weltewitz ins Leben gerufen. Sie erklären, wie es dazu kam, warum und wie sie damit helfen wollen.

15.07.2017
Anzeige