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Eilenburg Internethändler Sportspar will in Eilenburg wachsen
Region Eilenburg Internethändler Sportspar will in Eilenburg wachsen
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00:19 19.06.2017
Jevgenij und Aleksandr Borisenko zwischen den Regalen mit insgesamt 15 000 Produkten. Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg

Um in der Sprache des Sports zu bleiben: Sportspar, der Outlet-Handel für Sportkleidung und -ausrüstung auf dem Eilenburger Schanzberg, ist gut aus den Startblöcken gekommen. Vor einem Jahr haben die Zwillingsbrüder Aleksandr und Jevgenij Borisenko die 12 000 Quadratmeter-Liegenschaft der Firma Henri Süßwaren gekauft. Dort, wo in der 10 000-Quadratmeter großen Halle früher Bonbons vom Band rollten, stapeln sich nun in den bis unter die Decke reichenden Regalen rund 15 000 verschiedene Sportartikel. Die beim Kauf des Grundstücks versprochenen 300 000 Euro sind längst investiert.

Viele organisatorische Hürden

Der heiße unternehmerische Start erfolgte nach dem Überwinden vieler bürokratischer und organisatorischer Hürden am 1. Januar. Die 27-jährigen Geschäftsführer, die in Litauen aufwuchsen, kamen 1996 nach Deutschland. Noch vor dem Abitur gründeten sie 2010 ihr E-Commerce-Unternehmen im Bereich Outlet-Sportkleidung im Raum Aachen. Doch die dortigen 3000 Quadratmeter Lagerflächen sind mit den Eilenburger Möglichkeiten samt 24-Stunden-Flughafen Leipzig-Halle nicht zu vergleichen. „Hinzu kommt“, so Jevgenij Boirsenko, „dass wir uns hier noch weitere 55 000 Quadratmeter sichern konnten. Sie liegen so, dass wir direkt an unsere Lagerhalle anbauen können.“

Unternehmen wächst

Das klingt ambitioniert, auch weil die derzeitige Halle im Moment noch nicht komplett ausgelastet ist. Doch das Unternehmen wächst. Inzwischen zählt es 40 Mitarbeiter, 13 davon sind mit den Zwillingen von Aachen nach Sachsen und teilweise auch direkt nach Eilenburg gezogen. Neben drei ehemaligen Henri-Mitarbeitern, darunter die Verantwortliche für das Personal, die sie „geerbt“ haben, hätten sie in Eilenburg auch ansonsten hochmotivierte Mitarbeiter gefunden.

„Da wir damals kistenweise Bewerbungen hatten, mussten wir leider auch guten Leuten absagen“, bedauert Jevgenij Borisenko. Er möchte daher Mut machen, sich erneut zu bewerben. Schließlich würden inzwischen weitere Lager- und Versandkräfte gebraucht. „Wir bilden aber auch aus“, so Aleksandr. Sechs Azubis gebe es derzeit, im Herbst würde man gern zwei weitere junge Menschen als Bürokaufleute ausbilden. Als mittelfristiges Ziel haben sich die Brüder vorgenommen, so viel Angestellte wie ihr gemeinsames Lebensalter zu haben. Das wären zum jetzigen Zeitpunkt 54.

30 Marken im Angebot

„Es läuft richtig gut“, schätzt Aleksandr Borisenko ein. Das Konzept, ausschließlich Rest- und Sonderposten sowie Auslaufmodelle von inzwischen 30 verschiedenen Sport-Marken über die Homepage von Sportspar anzubieten, gehe voll auf.

Dass in Eilenburg für einen Marken-Schuh aus dem Vorjahr beispielsweise auch mal nur ein Fünftel des ursprünglichen Preises gezahlt werden müsse, verbreite sich in Online-Zeiten rasend schnell. So schnell, dass inzwischen montags bis freitags auf dem Schanzberg täglich zwischen 2000 und 3000 Pakete verpackt werden können. „Wenn wir bis 16 Uhr den Geldeingang haben, ist das Paket schon am nächsten Tag beim Käufer“, verspricht sein Bruder. Zumindest die 70 Prozent der Pakete, die mit Hilfe von DHL deutschlandweit verschickt werden. Prinzipiell wird das, was auf etwa 100 Paletten per Lkw pro Woche geliefert wird, auch weltweit versendet. Der Name der Firma ist dabei Unternehmensphilosophie: Beim Kauf von Sportartikeln sparen.

Von Ilka Fischer

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