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Jeden Tag im Jahr ein Kind - Zahl der Geburten in Eilenburger Klinik steigt

Jeden Tag im Jahr ein Kind - Zahl der Geburten in Eilenburger Klinik steigt

Jeden Tag des Jahres ein neuer Erdenbürger - von diesem Ziel ist die Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe in der Eilenburger Klinik des Kreiskrankenhauses gar nicht mehr so weit entfernt.

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Runde Sache: Auf einem runden Bett brachte die Dübenerin Nancy Paul vorige Woche ihren Max zur Welt, links Hebamme Nadine Esbach-Amft.

Quelle: Wolfgang Sens

Eilenburg. Der positive Geburtentrend der vergangenen fünf Jahre im Freistaat ist auch hier zu spüren. "Mit 345 Geburten konnten wir 2014 das Ergebnis des Vorjahres, als bei uns 307 Babys zur Welt kamen, deutlich übertreffen", freut sich die leitende Hebamme Nadine Esbach-Amft. Zum Geburtshilfe-Team der 33-Jährigen gehören acht Hebammen. Darüber hinaus kümmern sich im Bereich Gynäkologie und Geburtshilfe unter Leitung von Chefärztin Dr. Claudia Fichtner und Oberarzt Dr. Debru Addissae sechs Ärzte, 13 Schwestern und weitere Helfer um das Wohl der Patienten.

Nadine Esbach-Amft erlernte ihren "Traumberuf" drei Jahre lang an der Uni Halle, kam über die Stationen Magdeburg und Leipzig, wo sie in einer Kinderwunschpraxis "interessante Erfahrungen" sammelte, nach Eilenburg. "Als Hebamme im Kreißsaal zu arbeiten, das ist dann doch eher meins", zeigte sich die Bennewitzerin froh, seit sieben Jahren in Eilenburg ihrer Berufung nachgehen zu können. Der vertrauensvolle Kontakt beispielsweise dieser Tage zur Bad Dübenerin Nancy Paul, die ihren Max nach der zweieinhalbjährigen Pia als zweites Kind zur Welt brachte, offenbarte die überwiegend positiven Seiten dieser Tätigkeit. "Bei Frau Paul gab es zudem eine Besonderheit", erzählte Esbach-Amft. Die 29-Jährige bewältigte eine Beckenendlage ihres Sohnes als spontane Geburt. "Es ist alles gut verlaufen", so die zweifache Mutter tapfer. In anderen Fällen, beispielsweise bei Erstgebärenden, kann da auch ein Kaiserschnitt erforderlich sein. 17,1 Prozent der werdenden Mütter brachten im vergangenen Jahr in Eilenburg, ergänzte die leitende Hebamme, ihren Nachwuchs per Sectio, sprich Kaiserschnitt, zur Welt. Ein deutlicher Rückgang. 2013 waren es noch 25,7 Prozent. "Die Ärzte entscheiden so etwas je nach Situation, manchmal deutet sich das schon in der Geburtsplanung an", so die Hebamme, selbst Mutter einer zweieinhalbjährigen Tochter: "Sie ist natürlich in Eilenburg geboren." Ohne dringende medizinische Indikation würden in der Muldestadt Operationen, die durchaus auch aus kosmetischen oder wegen der Schmerzen gewünscht werden, nicht erfolgen.

Esbach-Amft lädt im Namen der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, die insgesamt knapp 30 Betten umfasst, schon heute ein: Am 7. März öffnen sich hier für einen Tag der Frauengesundheit die Türen. Dabei werden unter anderem auch alternative Methoden wie Akupunktur, Aromatherapien und andere Techniken und Möglichkeiten vorgestellt, um Schwangerschafts- beschwerden zu lindern sowie Schmerzen bei der Entbindung zu begrenzen.

450 Kindern hat Nadine Esbach-Amft in ihren bisherigen Berufsjahren auf die Welt geholfen. Dabei stets mit Eltern mitgefühlt - sehr betroffen bei einer Totgeburt, "die sehr selten ist". Aber auch tief berührt von einem Heiratsantrag, den ein junger Mann seiner Freundin und der Mutter seines Kindes im Kreißsaal gemacht hat, nachdem das Kind da war und sich die Aufregung zunächst wieder gelegt hatte.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.02.2015
Karin Rieck

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