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Eilenburg Jesewitz feiert 20 Jahre Gemeinde-Verbund
Region Eilenburg Jesewitz feiert 20 Jahre Gemeinde-Verbund
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14:12 19.05.2015

Das hatte uns bewogen, den ersten Schritt zu tun. Einen Ausschlag gaben damals sicher auch finanzielle Anreize. Auf alle Fälle haben wir es nie bereut." - So die Bilanz von Martina Koschnick. Die heute 64-Jährige war die erste Bürgermeisterin der neuen Gemeinde, war zuvor Oberhaupt in Gotha. Gemeinsam mit Manfred Steinberg (78), dem damaligen Pehritzscher Amtskollegen, saß sie am Donnerstagabend bei der Feierstunde anlässlich des runden Gemeindegeburtstages unter den Gästen. Joachim Andersch und Gerhardt Hinz aus Liemehna und Jesewitz konnten an diesem Abend nicht kommen.

Die großen Hürden, wie die Probleme, die einst mit der überdimensionierten Kläranlage auftraten, sind lange überstanden, spielten eher eine untergeordnete Rolle. "Wir hatten lange auf die Ansiedlung des Schlachthofes gesetzt", merkte der heutige Bürgermeister Ralf Tauchnitz während der Präsentation an. Liemehna und Jesewitz bewiesen ansonsten ein glückliches Händchen, als sie noch getrennt das Gewerbegebiet an der B 87 auswiesen. Das ist heute auch ohne den Schlachthof gut besetzt. Der ersten Ansiedlung FCT Elektronik folgten Taucha Mechanik und Fenster Hönig, die in den vergangenen Jahren immer wieder erweiterten, der Gemeinde Steuereinnahmen und auch Sponsorengelder bescheren. Dabei wollte Tauchnitz auch die vielen kleineren Betriebe in den Ortsteilen nicht unerwähnt lassen, ebenso wenig wie die Heimat-, Kultur- und Sport-Vereine, die Feuerwehren, die medizinischen Einrichtungen. Vor allem aber waren da Bilder von Investitionen zu sehen.

Der Blechbläserchor Weltewitz hatte schon zuvor den Swing "Goldene Zeiten" und dann aber auch "Mächtig, gewaltig" aus den kultigen Olsen-Banden-Filmen intoniert. Eine Ansage, die die Anwesenden doch schmunzeln ließ. Jesewitz verfolgte in den vergangenen Jahren die Linie, keine Investition ohne Fördermittel, die es anfangs gerade im ländlichen Raum noch fast in 100-prozentiger Höhe gab. Auch wenn sie mittlerweile geringer ausfallen, verbuchte die Gemeinde für sich so manchen Coup: Inzwischen konnte das Gebäudeensemble des zentralen Kindercampus samt Turnhalle saniert, konnten Straßen ausgebaut und den Einwohnern trotzdem die Beiträge erspart werden.

In den jeweiligen früheren Gemeinden hatten sich dann Wählervereinigungen gebildet. "Parteien spielen bei uns eher eine untergeordnete Rolle", erklärte Tauchnitz. Lokalpatriotismus offenbar schon. Denn was wird in der Fremde auf die Frage gesagt, woher man kommt? - "Wölpern natürlich", erklärt Wilfried Radig, einer der ältesten im bisherigen Gemeinderat, der mit der Feierstunde auch verabschiedet wurde. Und ebenso sagte Andreas Kahle, einer der jüngsten: "Ochelmitz." Das habe nichts damit zu tun, "dass ich Jesewitz etwa nicht mag, aber das ist einfach Prinzip." Das müsse auch einfach sein, um die Interessen eines kleinen, etwa 80 Einwohner zählenden Ortes in der mehrere Tausend Einwohner zählenden Gemeinde zu vertreten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.06.2014
lis

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