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Eilenburg Jesewitzer Bürgermeister über 2017: „Wir haben uns viel vorgenommen“
Region Eilenburg Jesewitzer Bürgermeister über 2017: „Wir haben uns viel vorgenommen“
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09:38 05.01.2017
Ralf Tauchnitz (60, WV), Bürgermeister in Jesewitz. Quelle: Wolfgang Sens
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Jesewitz

Auch wenn es nicht die ganz großen Investitionen sind, die Jesewitz für 2017 plant: „Wir haben uns viel vorgenommen“, stellt Bürgermeister Ralf Tauchnitz (60, WV) fest. Die Gemeinde nutzt zum Beispiel das Förderprogramm zum behindertengerechten Ausbau von Bushaltestellen. So die in Ochelmitz, „weil dort ebenfalls mit Hilfe des Finanzpakets Brücken in die Zukunft die Straße Zum Oberdorf ausgebaut wird. Dort stecken wir alle Mittel rein, die wir über dieses Programm bekommen. Das sind zirka 180 000 Euro. Dazu kommt der Eigenanteil“, erklärt das Gemeindeoberhaupt.

Geld für Haltestellen

Die Mittel für die Haltestelle an der B 87 im Ort Jesewitz sind auch schon da. Sie mussten noch im voriges Jahr abgerufen werden. Deshalb sollen die Projekte im Januar/Februar realisiert werden. Ebenfalls Schwerpunkt: Der Parkplatz am Jesewitzer Bahnhof. Wegen der Verstärkung der Pendlerströme soll das Umfeld der Station gestaltet werden. Das Grundstück ist der Gemeinde bereits von der Bahn übertragen worden. Der Zweckverband für den Nahverkehrsraum hat die Planungen übernommen. Auf die Gemeinde werden voraussichtlich 10 Prozent der Investitionssumme zu kommen. Im Ortsteil Bahnhof will der Landkreis zudem die Delitzscher Straße ausbauen. Jesewitz finanziert die Fußwege. „Vorher müssen aber die KWL (Kommunale Wasserwerke Leipzig) noch ihre Leitungen neu verlegen“, erläutert Tauchnitz. Voraussichtlich könne der Straßenbau dann Anfang April starten.

Hochwasserschäden

In der Regie der Gemeinde, aber zu 100 Prozent gefördert, läuft die Beseitigung der Schäden, die das Hochwasser 2013 anrichtete. Dieses Jahr kann der Weg zwischen Kossen und Groitzsch instandgesetzt werden. Damit wären dann alle Flutschäden repariert.

Für die Pehritzscher gibt es voraussichtlich ein neues Gerät auf dem Spielplatz. Das alte war marode, eine Reparatur teurer als eine Neuanschaffung und voriges Jahr ohnehin dafür nicht genug Geld im Haushalt veranschlagt.

Der Realisierung ein Stück näher rücken soll das Projekt Fußweg in Gordemitz entlang der B 87: „2017 läuft die Planung, 2018 der Bau. Wenn Fördermittel kommen“, erklärt Tauchnitz. Mit einigen Maßnahmen, die auf der Jesewitzer Wunschliste stehen, wird es dagegen nichts: „So der Kanal in Liemehna. Denn dafür gibt es keine Förderung. Das Projekt zu 100 Prozent selbst zu finanzieren, können wir uns nicht leisten.“ In der ersten Sitzung des Gemeinderats im neuen Jahr, am 2. Februar, wird der Haushaltsplan 2017 öffentlich diskutiert. Noch über Geld aus 2016 finanziert, startet am Montag die Teichsanierung in Liemehna. Das passiere aus Naturschutzgründen so spät. Für 2017 sollen erneut 50 000 Euro für einen anderen Dorfteich der Gemeinde eingeplant werden.

Von Heike Liesaus

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